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Mercedes dominiert in der Lausitz: Bruno Spengler vor Susie Soddart © imago

Bruno Spengler holt in der Lausitz seinen ersten Sieg nach fast drei Jahren. Di Resta und Green machen den Triumph perfekt.

Klettwitz - Dreifach-Triumph für Mercedes, Frust bei Audi: Als Bruno Spengler mit seinem ersten Sieg seit fast drei Jahren seine Führung in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft weiter ausbaute, war Audi-Star Mattias Ekström schon lange umgezogen.

Denn der Schwede war schon in der ersten Runde ausgerechnet von Audi-Markenkollege Alexandre Premat aus dem Rennen gerempelt worden.

So war der Weg frei für Mercedes zum insgesamt neunten Sieg beim elften DTM-Rennen auf dem EuroSpeedway Lausitz, den die beiden Briten Paul di Resta und Jamie Green auf den Plätzen zwei und drei abrundeten.

"Es ist ein unglaubliches Gefühl. Ich hatte schon in der letzten Runde überall Gänsehaut", sagte Spengler, der erstmals seit dem 24. Juni 2007 auf dem Norisring wieder ganz oben auf dem Siegerpodest stand: "Es tut so gut, wieder einen Sieg zu haben."

Nach den beiden zweiten Plätzen in Hockenheim und Valencia hat der 26-Jährige jetzt mit 26 Punkten jetzt schon neun Zähler Vorsprung vor di Resta (17), der durch einen verpatzten zweiten Boxenstopp den möglichen Sieg verpasst hatte.

Geschenk für die Freundin

Spenglers insgesamt 6. DTM-Sieg war ein "gutes Geschenk" für Lebensgefährtin Franziska Nickoleit. Die Ex-Freundin von Formel-1-Pilot Timo Glock wurde am Sonntag 29 Jahre alt.

"Wir werden zusammen feiern", sagte Spengler.

Strahlen durfte auch Spenglers Mercedes-Kollegin Susie Stoddart, die als Siebte in ihrem 44. DTM-Rennen erstmals in die Punkteränge fuhr und damit sogar einen Platz vor Titelverteidiger Timo Scheider im Audi lag. "Es hat lange gedauert. Vielen Dank an alle, die immer an mich geglaubt haben", sagte sie.

Stoddart vor Schumacher

Die Schottin war sogar zwei Plätze besser als der frühere Formel-1-Pilot Ralf Schumacher, der in einer weiteren C-Klasse als Neunter auch im dritten Saisonrennen wieder die Punkteränge verpasste.

Stoddarts Landsmann und Mercedes-Kollege David Coulthard war schon in der ersten Runde in die Kollision mit Ekström verwickelt. Dabei wurde sein Auto so stark beschädigt, dass er später aufgeben musste.

Coulthard kollidiert mit Ekström

Für Ekström war sofort Feierabend, nachdem er zunächst von Premat gedreht und dann unabsichtlich von Coulthard getroffen worden war.

"Wenn er auf der Ideallinie war, dann hat er eine andere Ideallinie als ich", sagte Ekström über Premat, der zuletzt in Valencia schon mit Mercedes-Pilot Gary Paffett aneinandergeraten war.

"Es ist sicher nicht gut für die Meisterschaft, keine Punkte zu holen. Aber ein bisschen bin ich auch selber schuld, da ich einen schlechten Start hatte", meinte Ekström, zuletzt in Valencia noch strahlender Sieger, in der Gesamtwertung als Vierter jetzt aber schon 13 Punkte hinter Spengler.

"Wenn ich eine Möglichkeit gehabt hätte, wäre ich ihm ausgewichen", entschuldigte sich Coulthard.

Ullrich: "Ein Albtraum"

Für Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich war die von Premat ausgelöste Kollision, von der auch Scheider zurückgeworfen wurde, "ein Albtraum".

"Das ist das Schlimmste, was passieren kann, dass innerhalb des Teams die beiden in der Meisterschaft bestplatzierten Autos so vom Feld gekegelt werden. So etwas darf eigentlich nicht passieren", sagte Ullrich, der sich über Rang vier des besten Audi-Piloten Mike Rockenfeller nicht wirklich freuen konnte.

Saisonfinale terminiert

Neben dem Termin für das Saisonfinale am 28. November in Schanghai beschloss die DTM mit dem Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) an diesem Wochenede auch, dass ab sofort ähnlich wie in der Formel 1 ein früherer Rennfahrer die Rennkommissare beraten wird.

In der Lausitz übernahm diese Rolle der frühere DTM-Pilot Bernd Mayländer, der in der Formel 1 das Safety Car fährt.

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