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Bruno Spengler gelingt am Hockenheimring sein siebter DTM-Sieg © getty

Der Kanadier feiert auf dem Nürburgring seinen zweiten Saisonsieg. Nur Timo Scheider schafft es in die Mercedes-Phalanx.

Nürburgring ? Bruno Spengler hat in der Wetterlotterie auf dem Nürburgring das große Los gezogen und einen weiteren Schritt auf dem Weg zum Titelgewinn in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) gemacht. Der Kanadier feierte nach Dauerregen vor dem Rennen seinen zweiten Saisonsieg und baute die Führung in der DTM-Wertung weiter aus. (DATENCENTER: DTM-Rennkalender)

Bei typischem Eifel-Schmuddelwetter strahlte am Ende vor 86.000 Zuschauern nur der Mercedes-Stern, für den großen Rivalen Audi sah es dagegen düster aus. Hinter dem Triumphator Spengler sorgten die beiden Briten Paul di Resta und Gary Paffett auf den Plätzen zwei und drei für einen dreifachen Erfolg der Stuttgarter.

Scheider bester Audi-Fahrer

Bester Audi-Pilot war Timo Scheider auf dem vierten Platz. Damit sind die Chancen des 31-Jährigen auf den historischen Titel-Hattrick zur Saison-Halbzeit fast auf den Nullpunkt gesunken. Scheider liegt im DTM-Klassement auf Rang sechs bereits 25 Punkte hinter dem führenden Spengler (42) zurück.

"Das war ein super Rennen und nicht so leicht wie es vielleicht aussah. Wenn man als Erster in die Kurve geht, ist es bei diesen Witterungsbedingungen immer schwer, zumal es noch etwas getropft hatte", sagte Spengler. Der Weg zum DTM-Titel 2010 führt nur über ihn, das weiß auch der 26-jährige Kanadier: "Es ist immer eine Enttäuschung, wenn es nichts wird mit der Meisterschaft."

Spengler in Motodrom auf SPORT1

Überglücklich war Norbert Haug: "Das ist unglaublich, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll", sagte der Mercedes-Sportchef, der eine Jubel-Party versprach: "Wir lassen es jetzt richtig krachen. Ich habe nie erwartet, dass wir in dieser Deutlichkeit gewinnen." Im Duell mit Audi steht es in diesem Jahr nach Siegen nun 4:1 für Mercedes.

Für Spengler, der am Mittwoch zu Gast bei Motodrom (23 Uhr im TV auf SPORT1) und dort auch sein Siegerauto mitbringen wird, war es der zweite Saisonsieg nach dem Erfolg auf dem EuroSpeedway Lausitz.

Titelrennen als Mercedes-Markenpokal

Das Titelrennen 2010 wird damit immer mehr zum Mercedes-Markenpokal. Gleich vier Silberpfeil-Piloten liegen in der DTM-Gesamtwertung vorn: Hinter Spengler folgen die Briten Jamie Green (26 Punkte), Fünfter in der Eifel, Paffett und di Resta (beide je 25) auf den Positionen zwei, drei und vier.

Erster Audi-Verfolger ist der Schwede Mattias Ekström, der nach einem enttäuschenden siebten Platz mit 23 Zählern nur Fünfter ist. Den DTM-Titel hat er offenbar schon abgehakt. "Natürlich sind noch sechs Rennen zu fahren. Aber wenn man schon 19 Punkte zurückliegt, wird es natürlich unheimlich schwer" sagte Ekström.

Ekström verpatzt den Start

Licht und Schatten gab es bei den ehemaligen Formel-1-Stars. Während sich Ralf Schumacher auf Platz fünf über die ersten Zähler in diesem Jahr freuen durfte, enttäuschte sein schottischer Mercedes-Kollege David Coulthard als Zehnter.

Schon beim Start erhielten die ohnehin geringen Hoffnungen bei Audi einen Dämpfer. Ekström konnte die Gunst seiner Pole Position nicht nutzen und fiel auf Platz sieben zurück. Besser machte es sein Teamkollege Scheider, der sich von Rang acht auf Platz vier nach vorne schob. (Quali: Ekström durchbricht Mercedes-Dominanz)

Regen in Strömen

Lange Zeit deutete vieles auf ein Regenrennen. Fast den ganzen Vormittag über regnete es in Strömen, das Rahmenprogramm wurde aus Sicherheitsgründen kräftig durcheinandergewirbelt.

Erst eine Stunde vor dem Start trocknete die Strecke ab, aber Fahrer und Teamchefs blickten dennoch sorgenvoll nach oben. Der wolkenverhangene Himmel ließ nichts Gutes erahnen, doch es blieb bis zum Rennende trocken.

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