vergrößernverkleinern
Timo Scheider und Lebensgefährtin Jasmin Rubatto © imago

Scheider liebt das Vollgas. Seine Lebensgefährtin Jasmin Rubatto und die Bergwanderungen sind die Geheimnisse seines Erfolges.

Hockenheim - Timo Scheider galt vielen schon als ewiges Talent.

Sieben verflixte Jahre in der DTM, davon die ersten fünf bei Opel, wartete er auf eine Podiumsplatzierung, bis beim Saisonfinale 2007 in Hockenheim mit Platz zwei endlich der Knoten platzte.

Und wie, denn 2008 startete der 29-Jährige durch und war von Saisonbeginn an die Messlatte: Viermal Pole Position, der erste Sieg im zweiten Rennen in Oschersleben, ein weiterer in Brands Hatch, in acht von elf Rennen stand er auf dem Treppchen.

"Es war für ihn nicht immer einfach, aber er hat nie aufgehört, an sich zu glauben. Jetzt kann er endlich die Lorbeeren ernten, die er verdient hat", sagt seine Lebensgefährtin Jasmin Rubatto, Tochter des früheren Superbike-Piloten Peter Rubatto.

Vorbild Ayrton Senna

Mit ihr, die selbst auch schon Tourenwagen-Rennen fuhr, teilt Scheider die Freude am Gasgeben, vor allem auf zwei Rädern beim Supermotofahren.

Selbst der gemeinsame Sohn Loris ist mit seinen fünf Jahren schon vom Motorsport-Virus infiziert: Er fährt Quad und Kart, und dabei kann es ihm gar nicht schnell genug gehen.

Den Gegenpol zum Vollgas-Leben findet Scheider, dessen Vorbild der dreimalige Formel-1-Weltmeister Ayrton Senna ist, in der Natur.

Oft in die Berge

So oft es geht fährt der Wahl-Österreicher, der in Lochau bei Bregenz lebt, in die nahen Berge, um abzuschalten.

"Ich bin grundsätzlich relativ unruhig und habe den Drang, immer etwas machen zu müssen", sagt Scheider: "Dank des Mentaltrainings in der Natur kann ich völlig abschalten und mich deshalb an einem Rennwochenende besser konzentrieren."

1997 an Heidfeld gescheitert

Das war in diesem Jahr der Schlüssel zu seinem erst zweiten Titelgewinn in 20 Jahren Motorsport nach dem Erfolg 1995 in der deutschen Formel-Renault-Meisterschaft.

1997 scheiterte er in der Formel 3 an Nick Heidfeld, 2005 fehlte ihm nur ein Punkt zum FIA-GT-Titel. Dafür gewann er die 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring (2003) und in Spa (2005), bevor er 2006 zu Audi in die DTM kam und 2007 ein aktuelles Auto erhielt.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel