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Mattias Ekström holte sich 2004 und 2007 den Titel in der DTM © imago

Der frühere DTM-Champion zerstreut alle Abwanderungsgerüchte. Der NASCAR-Ausflug diente ihm nur als Anschauungsunterricht.

München ? Mattias Ekström ist im Dauerstress. Kaum war das DTM-Rennen auf dem Nürburgring gelaufen, saß der Allrounder auch schon im Flieger - allerdings nicht in die schwedische Heimat, sondern in die USA.

Ekström testete in der Nähe von Atlanta auf einem Oval für sein nächstes Nascar-Abenteuer.

Seine Zukunft sieht Ekström aber weiterhin nur in der DTM. Die Abstecher in die amerikanische Nascar-Serie machen zwar viel Spaß, doch einen Wechsel in die USA schließt der Schwede aus.

"Mein Herz schlägt weiter klar für die DTM und Audi. Ich freue mich schon auf 2012, wenn BMW tatsächlich in die DTM kommt", sagt der 32-jährige Ekström..

Anschauungsunterricht in der NASCAR-Serie

Ekström dankt Arbeitgeber Audi für das Verständnis und dass er die Möglichkeit bekommt, auch andere Dinge auszuprobieren.

"Dafür bin ich sehr dankbar, denn die Nascar ist für mich ein langgehegter Traum. Ich lerne bei jedem meiner Ausflüge außerhalb der DTM etwas dazu und komme immer mit neuen Ideen zurück", sagt der Schwede. (DATENCENTER: DTM-Rennkalender)

So habe er sich auch dieses Mal etwas abgeschaut, was er beim nächsten DTM-Rennen am Sonntag (14.00 Uhr) in Zandvoort gleich ausprobieren wolle.

Kleine Blessur davongetragen

Der Wunsch, einmal auf einem Oval zu fahren, kam von Ekström selbst. Denn sein erster Nascar-Einsatz etwas früher in diesem Jahr hatte auf einem für diese Rennserie unüblichen normalen Straßenkurs stattgefunden.

Wie ist er mit dem Oval zurechtgekommen?

Ekström: "Es war sehr interessant. Im Oval zu fahren, ist ganz anders, als ich es erwartet hatte. Es ist ganz schön anstrengend, ich habe sogar eine Blase an der rechten Hand."

Es komme im Oval auf kleinste Details an: "Es geht nicht um Zehntel oder Hundertstel, sondern um Tausendstel."

Hoffen auf Rennpremiere

Er habe sich im Oval auf Anhieb wohlgefühlt. Die hohe Kunst sei es, konstant schnell zu fahren.

Ekströms Analyse: "Die Reifen bauen schnell ab, weil die Geraden so kurz sind und die Reifen nicht abkühlen können."

Jetzt hofft der Schwede natürlich auf seine Rennpremiere im Oval. "Wenn ich die Chance bekäme, würde ich zugreifen, vorausgesetzt, Audi erlaubt mir das", sagt Ekström.

DTM-Auto "richtig geil"

Seine Liebe gehört aber nach wie vor dem Audi A4 in der DTM. Ein DTM-Auto sei schon "richtig geil" mit dem vielen Abtrieb und dem Fahrwerk, sagt Ekström.

Einen Nascar-Rennwagen bei einem Test zu fahren, sei dagegen nicht ganz so spannend.

Bei der Nascar seien es eher die Rennen, die den ganz großen Reiz ausmachen. Ekström: "Da braucht es 42 Autos auf der Strecke. Mein absoluter Traumwagen wäre ein DTM-Fahrzeug mit der Motorleistung eines Nascar-Autos."

Ekström will zurückschlagen

Doch am Wochenende gilt seine ganze Konzentration zunächst wieder der DTM.

Auf Platz fünf der Gesamtwertung ist Ekström der beste Audi-Pilot. Doch sein Rückstand auf Mercedes-Spitzenreiter Bruno Spengler (Kanada) beträgt vor dem 6. von 11 Saisonrennen schon 19 Punkte.

"In Zandvoort müssen wir zurückschlagen. Vielleicht hilft mir ja das, was ich in den USA beim Nascar-Test gelernt habe", sagt Ekström.

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