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Andy Priaulx startet 2011 in der WTTC in einem BMW-Privatteam © imago

Der Münchner Autokonzern stellt die Weichen und zieht sich werksseitig aus der Tourenwagen-Serie zurück. Die DTM hat Vorrang.

München - Aus in der Tourenwagen-WM, alle Kraft für die Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft .

Der Münchner Automobilhersteller BMW wird sich im kommenden Jahr nicht mehr werksseitig in der WM engagieren und dort nur noch durch Privatteams vertreten sein.

Das gab Motorsportdirektor Mario Theissen anlässlich der traditionellen BMW-Sportpokalfeier am Samstagabend in München offiziell bekannt.

Hintergrund ist vor allem die Konzentration der Kräfte auf das geplante Comeback von BMW in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft ab der Saison 2012, in der die Bayern mit drei werksunterstützten Teams und insgesamt sechs BMW M3 auf Audi, Mercedes-Benz und nach Informationen des "Sport-Informationsdienstes" auch auf Opel treffen.

Acht Piloten im Kader

"Ein Werksteam wird es in der Tourenwagen-WM 2011 nicht geben. Dafür unterstützen wir verstärkt Privatteams mit einem subventionierten Preis (100.000 Euro, d. Red.)", sagte Theissen.

Dazu gehört auch der von BMW neu entwickelte 1,6 Liter Vierzylinder-Turbo-Motor, der ab 2011 in der vom Automobil-Weltverband FIA ausgeschriebenen WTCC erstmals zum Einsatz kommt.

BMW bestreitet die Werkseinsätze 2011, bei denen auch Starts in der American Le Mans Series (ALMS) und bei den 24-Stunden-Rennen in Le Mans, Spa und am Nürburgring geplant sind, mit dem gleichen achtköpfigen Fahrerkader wie in diesem Jahr: Dirk Adorf (Altenkirchen), Uwe Alzen (Betzdorf), Augusto Farfus (Brasilien), Pedro Lamy (Portugal), Dirk Müller (Burbach), Jörg Müller (Hückelhoven), Andy Priaulx (Großbritannien) und Dirk Werner (Kissenbrück).

Teilnahme an ILMC?

Darüber hinaus prüft BMW auch die Teilnahme am neuen Intercontinental Le Mans Cup (ILMC) mit dem Saisonhöhepunkt an der Sarthe.

Die finale Bestätigung der ILMC-Teilnahme sowie der Start bei den drei Langstreckenklassikern hängt laut Theissen von ausstehenden Reglement-Entscheidungen und der jeweiligen Einstufung des BMW M3 GT2 ab.

Derweil seien die technischen Eckdaten für die "neue" DTM ab 2012 bereits fixiert. "Die Vorbereitungen für unsere Rückkehr in die DTM laufen auf Hochtouren. Wir liegen bei der Entwicklung des BMW M3 DTM sehr gut im Plan", sagte Theissen.

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Wechsel in der Führung

Das Comeback von BMW in der populärsten Tourenwagenserie Europas wird er aber nur noch als interessierter Zuschauer erleben.

Ab 1. Januar 2011 wird Jens Marquardt an der Seite von Mario Theissen die Verantwortung für alle Motorsport-Aktivitäten von BMW tragen und nach einer sechsmonatigen Einarbeitungszeit Theissen am 1. Juli 2011 ablösen.

Marquardt, momentan noch in Diensten von Toyota Motorsport, wurde am Samstagabend in der BMW Welt offiziell vorgestellt.

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