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Timo Scheider ging von 2000 bis 2004 für Opel in der DTM an den Start © getty

Im Zuge der allgemeinen Wirtschaftskrise fokussiert sich Audi im kommenden Jahr auf die DTM und die 24 Stunden von Le Mans.

München - Der Automobilhersteller Audi konzentriert sich nach der erfolgreichsten Motorsportsaison der Konzerngeschichte mit vier Siegen in vier Rennserien im kommenden Jahr auf die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft und die 24 Stunden von Le Mans.

Das gaben Audi-Entwicklungsvorstand Michael Dick und Sportchef Wolfgang Ullrich am Freitag auf der Motor-Show in Essen bekannt.

Daneben schaffen sich die Ingolstädter ein neues Standbein im Kundensport mit einer Rennversion des Straßensportwagens R8.

Freud und Leid

"Die 24 Stunden von Le Mans und die DTM sind gesetzt", erklärte Dick, hatte dann aber auch schlechte Nachrichten für die Fans:

"Die europäische Le-Mans-Serie mussten wir leider opfern, über ein weiteres Engagement in der American Le Mans Series sind wir noch in der Diskussion."

Audi reagiert damit auf die weltweite Wirtschaftskrise. "Aber wir werden selbstverständlich weiter Flagge zeigen, auch in diesen Zeiten", sagte Dick.

Gespanntes Warten auf den R15

Vor allem im eigenen "Wohnzimmer" in Le Mans: Dort will der Konzern nach zuletzt drei Siegen in Folge mit dem Dieselsportwagen R10 auch 2009 triumphieren und entwickelt dafür den Nachfolger R15.

"Es wird wieder ein offener Sportwagen sein, mit einem kleineren und leichteren TDI-Motor", verriet Ullrich.

Die Rennpremiere steigt bei den 12 Stunden von Sebring in den USA am 21. März, dieses Rennen nutzt Audi traditionell als Generalprobe für Le Mans. "Das hat sich bewährt", sagte Ullrich.

Hattrick in der DTM?

In der DTM hofft Ullrich nach den Titeln von Mattias Ekström 2007 und Timo Scheider 2008 auf einen Hattrick, auch wenn man in Mercedes den stärksten Konkurrenten habe, "den man sich im Tourenwagensport vorstellen kann".

Der erfolgreiche A4 wird für das Projekt Titelverteidigung gezielt weiterentwickelt.

Über Fahrerzuordnungen für 2009 sowohl in der DTM als auch in Le Mans wollte Ullrich wegen der noch offenen Frage eines ALMS-Starts nicht sprechen.

"Unser Ziel ist aber, mit unseren Fahrern aus 2008 weiterzumachen", sagte er.

Neuer R8 LMS enthüllt

Enthüllt wurde in Essen der R8 LMS, der von einem mehr als 500 PS starken Zehnzylinder angetrieben wird und rund 262.000 Euro kosten soll.

"Dieses Konzept soll sich über die Zeit selbst tragen und auch Geld verdienen", erklärte Ullrich.

2009 werden zunächst acht Autos in der europäischen GT3-Meisterschaft und in nationalen Serien starten.

Vorgesehen ist auch ein Auftritt beim berühmten 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring.

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