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Nico Rosberg sammelte in dieser Formel-1-Saison bislang zehn WM-Punkte © imago

Nico Rosberg geht fremd. Statt in den "Silberpfeil" setzt sich der Mercedes-Pilot bei der DTM in Hockenheim in einen Tourenwagen.

Hockenheim - Mercedes-Pilot Nico Rosberg wird seinem Silberpfeil untreu:

Der Formel-1-Pilot testet am kommenden Wochenende in Hockenheim erstmals einen DTM-Mercedes - und das ganz öffentlich im Rahmenprogramm des Saisonauftaktes der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (Qualifying, Sa., 23.15 Uhr im TV auf SPORT1).

Der 25-Jährige wird dabei als Chauffeur sogar Passagiere mitnehmen, unter anderem Schmuckdesigner Thomas Sabo, der mit Rosberg befreundet ist und sowohl für ihn als auch für ein Mercedes-DTM-Auto als Sponsor auftritt. (DATENCENTER: Der DTM-Rennkalender)

Rosberg: "Noch nie im DTM-Auto"

"Ich bin als Rennfahrer in der DTM aufgewachsen, dort im Rahmenprogramm in der Formel BMW Junior und der Formel 3 viele Rennen gefahren und habe diese großartige Rennserie mit ihrer einzigartigen Atmosphäre und ihrem tollen Publikum immer bewundert und genossen", sagt Rosberg:

"In einem DTM-Auto gefahren bin ich allerdings noch nie - sieht man von den paar Metern ab, als ich am Ende der letzten Saison Meister Paul di Resta zur Siegerparty in Stuttgart vorfuhr." (DTM-Vorschau: Schumacher will endlich aufs Podest)

Schon damals meldete Rosberg, der noch nie in einem Rennauto mit Dach unterwegs war, bei Mercedes-Sportchef Norbert Haug Interesse an ein paar Testrunden an.

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Zeit für Autogramme

Rosberg wird in Hockenheim allerdings auch seinen Fans zur Verfügung stehen und sich im DTM-Fahrerlager Zeit für Autogrammstunden nehmen.

Zudem präsentiert der Formel-1-Pilot, der zuletzt beim Großen Preis von China seine ersten Führungsrunden in dieser Saison verbucht und am Ende Rang fünf belegt hatte (Erleichterung bei Mercedes), in einer Abendveranstaltung erstmals in Europa die neue Concept A-Klasse von Mercedes.

Start mit Paukenschlag

"Ich freue mich enorm, in Hockenheim mein 'back to the roots' zu erleben und dabei auch die Zeit zu haben, mit vielen Bekannten zu reden - was natürlich bei einem Formel-1-Rennen, bei dem man selbst im Einsatz ist, zwangsläufig zu kurz kommt", erklärt Rosberg.

Dessen Formel-Karriere hatte einst in Hockenheim mit einem Paukenschlag begonnen. 2002 gewann er in der Formel BMW dort gleich seine ersten beiden Rennen und krönte seine Meistersaison später beim Finale mit den Siegen Nummer acht und neun.

Kein direkter Favorit

Für den ersten von zehn Saisonläufen in der DTM drückt Rosberg natürlich seinen Stern-Kollegen um Ralf Schumacher, David Coulthard oder Vize-Meister Gary Paffett die Daumen.

"Natürlich hoffe ich für meine Marke Mercedes, dass dieses Rennen in Hockenheim endet, wie die letzten beiden an gleicher Stelle: Mit einem Sieg der C-Klasse", meinte Rosberg, der aber keinen direkten Favoriten hat.

"Den habe ich nur dann, wenn ich selbst im Auto sitze", sagt Rosberg: "Und nachdem ich beim letzten Rennen in Shanghai geführt habe und zumindest am Sieg schnuppern durfte, hoffe ich natürlich, dass mir und meinem Team der erste Sieg in der Formel 1 bald gelingen wird."

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