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Seit 2006 machen Mercedes und Audi den DTM-Sieger unter sich aus © getty

Mercedes und Audi haben sich für die neue DTM-Saison viel vorgenommen. Der Blick geht aber schon voraus ins Jahr 2012.

Hockenheim - Noch einmal machen Mercedes und Audi in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft den Titel unter sich aus.

2012 beschert die Rückkehr von BMW der DTM wieder einen Dreikampf.

Die Vorfreude ist da, aber das Hauptaugenmerk von Mercedes-Sportchef Norbert Haug und seines Audi-Kollegen Wolfgang Ullrich liegt natürlich auf der am Sonntag in Hockenheim beginnenden Saison 2011 (Qualifying, Sa., 23.15 Uhr im TV auf SPORT1).

Green für di Resta

Und die Ziele sind klar: Mercedes will auch ohne den in die Formel 1 aufgestiegenen Meister Paul di Resta an der Spitze bleiben, Audi zurück auf den Thron. (DATENCENTER: Der DTM-Rennkalender)

"Viel mehr gewinnen als 2010 geht für Mercedes wohl nicht - neunmal Erster bei elf Rennen ist mit Realitätssinn betrachtet nicht zu toppen. Unser Ziel ist es, auf dem Gipfel zu bleiben", sagt Haug, schätzt Audi aber als "sehr, sehr stark" ein.

Für di Resta rückte bei den Sternfahrern der Brite Jamie Green in eins der vier Top-Autos auf, von denen eins auch wieder für den früheren Formel-1-Piloten Ralf Schumacher bereit steht. (DTM-Vorschau: Schumacher will endlich aufs Podest)

Rochaden bei Audi

Neu im Mercedes-Team sind Christian Vietoris, der parallel zur DTM-Saison auch noch in der GP2-Serie antritt, und der Niederländer Renger van der Zande.

[kaltura id="0_i8n59ccv" class="full_size" title="DTM-Präsentation in Wiesbaden"]

Größer waren die personellen Änderungen bei Audi, die nach drei Titelgewinnen in Serie durch Mattias Ekström (2007) und Timo Scheider (2008 und 2009) im vorigen Jahr ihre Spitzenposition verloren hatten.

Le-Mans-Sieger Mike Rockenfeller (Neuwied) rückt in ein aktuelles Auto auf, Martin Tomczyk (Rosenheim) wechselt dafür in einen Jahreswagen.

Neu im Audi-Kader sind der Italiener Eduardo Mortara, der Portugiese Filipe Albuquerque, der mit seinem überraschenden Triumph beim Race of Champions auf sich aufmerksam gemacht hatte, sowie die Schweizerin Rahel Frey, die die Nachfolge der Britin Katherine Legge antritt (SPORT1-Interview-der-Woche: Rahel Frey).

Ullrich: "Kader verjüngt und verstärkt"

"Wir haben im Winter alles im Detail durchleuchtet und kein Feld ausgelassen. Wir haben unseren Fahrerkader weiter verjüngt und wie ich meine auch verstärkt", sagte Ullrich:

"Das Thema Reifen sollten wir besser im Griff haben als 2010. Und dann geht es in der DTM generell immer darum, keine Fehler zu machen. Qualifying, Start, Boxenstopps - in der DTM muss einfach alles passen, weil die Leistungsdichte so groß ist und die Rennen kurz sind."

Nach der Absage von Schanghai stehen zehn Rennen auf dem Programm, darunter auch ein Lauf auf dem renovierten Red-Bull-Ring in Zeltweg. Neben dem Auftakt findet auch das Finale jetzt wieder in Hockenheim statt, was viele treue Fans freut.

Showrennen in München

Dazu kommt ein Show-Rennen im Münchner Olympiastadion, vor der Haustür von BMW, die 2012 in die DTM zurückkehren.

"Wir waren fünf Jahre in der DTM zu zweit; Audi und Mercedes haben unberirrt, überzeugt und überzeugend die Basis geschaffen, ohne die BMW jetzt nicht antreten könnte. Die Serie hatte immer großes Potenzial. Mit Audi, BMW und Mercedes hat sie jetzt noch größeres", sagt Haug mit Blick auf die Zukunft.

Hoffnung auf Signalwirkung

Auch Ullrich sieht den künftigen Dreikampf positiv. "BMW wird zusätzliche Zuschauer an die Rennstrecken und vor die TV-Bildschirme locken. Das Interesse für die DTM wird generell noch größer und der Wettbewerb noch härter", sagt er.

Ullrich hofft sogar auf eine Signalwirkung. "Das neue Reglement macht den Einstieg leichter", meint er: "Auch die Tatsache, dass man mit DTM-Autos künftig auch in Japan und den USA fahren kann, dürfte mittelfristig dafür sorgen, dass weitere Automobilhersteller sich für diese attraktive Motorsport-Plattform entscheiden."

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