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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Bruno Spengler startete seine DTM-Karriere bei Persson Motorsport © getty

Der Kanadier toppt seinen eigenen Rekordstart und ist der Mann der Stunde. Die Enttäuschung von 2010 hat er verarbeitet.

München/Spielberg - Nach dem im letzten Rennen verlorenen Titel 2010 war Bruno Spengler am Boden zerstört, doch 2011 präsentiert sich das kanadische Stehaufmännchen stärker als je zuvor.

Mit einem Sieg und einem zweiten Platz in den ersten beiden Rennen der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft toppte der Mercedes-Pilot seinen persönlichen Rekordstart aus dem Vorjahr und hat als aktueller Spitzenreiter die DTM-Krone 2011 fest im Visier. (Ekström vs. Schumi statt "Nobody" gegen "Nobody")

"Mein Ziel ist es, die Meisterschaft zu gewinnen", sagte Spengler vor dem dritten DTM-Lauf am Sonntag (Die Zusammenfassung des Rennens 18.25 Uhr im TV auf SPORT1) auf dem wiedereröffneten Red-Bull-Ring in Spielberg, Österreich: "Der Vorsprung nach zwei Rennen tut gut."

"War natürlich sehr enttäuscht"

Die Enttäuschung von Shanghai 2010, wo sich der 27-Jährige durch einen Unfall im Qualifying selbst um alle Titelchancen gebracht hatte, hat er nicht vergessen, aber verarbeitet (DATENCENTER: Der DTM-Rennkalender).

"Am Anfang war es schwer. Am Sonntagabend nach dem Rennen war ich natürlich sehr enttäuscht. Man arbeitet hart und gibt sein Bestes, um mit seinem Team zusammen die Meisterschaft zu gewinnen, und scheitert dann im letzten Rennen", sagte Spengler:

"Das war schon sehr schwierig für mich, aber nach ein paar Tagen habe ich mir gesagt: Das ist Motorsport. Es gab sehr gute Zeiten, aber es gab auch harte Zeiten, und Shanghai gehört eben zu den harten Zeiten."

Wechsel in die USA?

Geholfen hat ihm ein langer Aufenthalt in der Heimat.

"Ich war im Winter in Kanada - das hat mir wirklich gutgetan. Ich habe dort viel Sport gemacht, meine Freunde getroffen und Shanghai dabei schnell vergessen", sagte Spengler, der sich durchaus auch nach Alternativen zur DTM umgeschaut hat.

"Ich hatte im Winter Kontakt zur NASCAR in den USA, eine sehr interessante Serie, die für viele Fahrer sehr reizvoll ist", berichtete Spengler, der sich dann aber doch entschied, den Kampf in der DTM erneut aufzunehmen.

Haug überzeugt Spengler

Wie 2003, als er sich nach einem schweren Unfall und einer langen Pause zurück in die Formel-3-Euroserie kämpfte - schon damals als Mercedes-Pilot und unterstützt von Mercedes-Sportchef Norbert Haug.

Der überzeugte Spengler auch diesmal in Gesprächen mit dem Kanadier und dessen Manager Werner Heinz, in der DTM zu bleiben.

"Ich finde, die DTM ist die beste Tourenwagenserie der Welt, und deshalb bin ich sehr froh, hier fahren zu dürfen", sagte Spengler, der im Winter zwischenzeitlich auch als möglicher Kandidat für DTM-Rückkehrer BMW gehandelt worden war.

"Zu anderen Herstellern hatte ich keinen Kontakt, wie so oft behauptet wird", meinte Spengler dazu: "Es gab nur den Kontakt in die USA."

Spielberg ist "sehr anspruchsvoll"

Jetzt steht erst einmal Österreich auf dem Reiseplan.

"Ich freue mich sehr auf Spielberg. 2003 habe ich dort in der Formel 3 schon auf dem Podium gestanden", sagte er:

"Es hat viel Spaß gemacht, dort zu fahren, und ich freue mich schon auf das Rennen in einem DTM-Auto. Die Strecke ist sehr anspruchsvoll und liegt landschaftlich sehr schön."

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