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Martin Tomczyk hat während seiner Karriere fünf Siege in 104 Rennen eingefahren © imago

Der Audi-Pole-Setter gewinnt das DTM-Rennen in Österreich. Ralf Schumacher fährt für Mercedes sein bestes Saisonergebnis ein.

Spielberg - Als bei der Siegerehrung die deutsche Nationalhymne gespielt wurde, flossen bei Martin Tomczyk die Tränen:

Der Sieg beim dritten Saisonlauf der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft in Spielberg (Zusammenfassung, ab 18.25 Uhr im TV auf SPORT1) hatte den Audi-Piloten emotional überwältigt.

Beim DTM-Comeback in Österreich verwies der 29-jährige Rosenheimer den früheren Formel-1-Piloten Ralf Schumacher im Mercedes auf den zweiten Platz.

"Es ist ein wahnsinnig schöner Sieg. Es lief alles toll, obwohl mir Ralf am Ende ganz schön Druck gemacht hat", sagte der zu Freudentränen gerührte Tomczyk: "Mein guter Start war sicher der Schlüssel zum Erfolg."

"Ein Mega-Wochenende" für Tomczyk

Tomczyks Audi Sport Team Phoenix feierte den ersten Sieg unter der Audi-Flagge. Für die Ingolstädter war es der erste Sieg auf dem erst kürzlich wiedereröffneten Red-Bull-Ring in der Steiermark.

Die DTM-Rennen von 2001 bis 2003 an gleicher Stelle auf dem damaligen A1-Ring hatten allesamt Mercedes-Piloten gewonnen.

Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich lobte seinen Schützling: "Martin kommt mit dem Vorjahresauto sehr gut klar. Ich freue mich wahnsinnig für ihn. Für Martin ist es ein Mega-Wochenende."

Schumacher fairer Verlierer

Dabei musste Jahreswagen-Pilot Tomczyk insbesondere in der Schlussphase des Rennens die Angriffe von Schumacher abwehren (DATENCENTER: Der DTM-Rennkalender).

"Ich habe versucht, noch ran zu kommen, aber Martin war heute einfach zu gut", sagte Schumacher, der als Zweiter sein bestes DTM-Ergebnis überhaupt einfuhr.

Für die Zukunft hoffe er natürlich, "dass es so weitergeht".

Spengler sehr zufrieden

Auch im Kampf um den dritten Platz konnte sich Audi gegenüber Mercedes behaupten. Der Brite Oliver Jarvis hielt DTM-Spitzenreiter Bruno Spengler erfolgreich auf Distanz.

"Ich kann es gar nicht glauben, mein Team hat toll gearbeitet. Es war ein hartes Finish, aber ich bin glücklich, auf dem Podium zu stehen", sagte Jarvis.

Spengler, der mit 23 Punkten die Fahrerwertung vor Tomczyk (20) anführt, zeigte sich ebenfalls zufrieden: "Wir hatten eine prima Strategie und mein Auto war heute sehr stark."

Der Kanadier war von Startplatz zwölf ins Rennen auf der 4,326 km langen Strecke gestartet.

Nächster Halt: Lausitz

Einen rabenschwarzen Tag erwischte dagegen Audi-Pilot Mattias Ekström.

Der zweimalige DTM-Champion, der nach seinem Unfall im Regen-Qualifying am Samstag vom 18. und letzten Platz gestartet war, musste sein Rennen nach einer Panne beim Reifenwechsel vorzeitig beenden.

"Mein Aus lag nicht nur am Boxenstopp. Mit meinem Auto war irgendwas nicht in Ordnung. Aus Sicherheitsgründen haben wir entschieden, das Rennen zu beenden", sagte der enttäuschte Schwede.

Das vierte Saisonrennen wird in zwei Wochen (19. Juni) auf dem Eurospeedway in der Lausitz ausgetragen.

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