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Mike Rockenfeller belegte in der Gesamt- wertung der Saison 2010 den siebten Rang © imago

Mike Rockenfeller freut sich nach seinem Unfall auf das Heimspiel auf dem Nürburgring. Spengler schwärmt von der Atmosphäre.

München/Nürburgring - Seinen Horror-Crash von Le Mans hat Mike Rockenfeller abgehakt.

"Im Prinzip habe ich keine großen Erinnerungen daran. Ich hatte sehr viel Glück und bin dankbar, dass ich nahezu unverletzt geblieben bin", sagt der Audi-Werkspilot.

Mit mehr als 300 km/h war er im Juni beim legendären 24-Stunden-Rennen verunglückt (BERICHT: Audi tanzt, Rockenfeller überlebt schweren Unfall), doch nun, sagt er, sei sein "Blick nach vorne gerichtet".

Am kommenden Wochenende will Rockenfeller beim sechsten Lauf zur Deutschen Tourenwagen Meisterschaft auf dem Nürburgring zurück in die Erfolgsspur finden (Qualifying Sa., 18.30 Uhrim TV auf SPORT1).

"Natürlich will ich gewinnen, das ist das Ziel", sagte Rockenfeller: "Ich fühle mich gut und glaube, dass wir ganz vorne um den Sieg mitkämpfen werden."

Heimspiel für Rockenfeller

Das Rennen am Sonntag auf dem Eifelkurs (ab 21 Uhr im TV auf SPORT1) ist für den 27-jährige Wahl-Schweizer so etwas wie ein Heimspiel - Rockenfeller wurde im 50 Kilometer entfernten Neuwied geboren.

"Es ist immer schön, nach Hause zu kommen. Ich freue mich sehr auf das Rennen, obwohl ich in der DTM bislang dort nicht sonderlich erfolgreich war", sagte Rockenfeller.

Bei seinen vier DTM-Auftritten in der Eifel konnte der Lokalmatador noch keine Spitzenplatzierung einfahren. Als bestes Resultat steht bis dato der neunte Platz aus der vergangenen Saison zu Buche.

Ein Ergebnis, das Rockenfeller in diesem Jahr eigentlich verbessern muss. In seiner fünften DTM-Saison pilotiert "Rocky" erstmals ein "A-Auto" der Ingolstädter.

Nach seinem DTM-Premierensieg im Mai im niederländischen Zandvoort gehörte Rockenfeller zu den Top-Favoriten auf den Gesamtsieg in der deutschen Tourenwagenserie.

Unfall macht Titelhoffnungen zunichte

Am 11. Juni bremste jedoch der spektakuläre Unfall beim legendären Langstreckenklassiker an der Sarthe Rockenfellers Titelambitionen (DATENCENTER: Der DTM-Rennkalender).

Beim anschließenden DTM-Rennen auf dem Lausitzring musste der Audi-Allrounder eine Zwangspause einlegen, sein Comeback auf dem Nürnberger Norisring verlief mit Platz 14 enttäuschend.

"Theoretisch habe ich natürlich noch Chancen. Realistisch gesehen, ist die Meisterschaft aber sehr weit weg", sagte Rockenfeller, der nach fünf von zehn Saisonrennen mit 14 Punkten auf Rang sechs der Fahrwertung liegt.

Er müsse jetzt "von Rennen zu Rennen schauen" und dabei immer wieder sein Bestes geben.

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Spenglers Vorfreude ist groß

Vorne - an der Spitze der Fahrerwertung - rangiert derzeit mit 39 Punkten Mercedes-Pilot Bruno Spengler.

Die Vorfreude des Kanadiers auf den Start der zweiten Saisonhälfte ist groß: "Der Nürburgring ist eine meiner Lieblingsstrecken, ich habe hier schon bei strahlendem Sonnenschein, aber auch im Regen und bei gemischten Bedingungen gewonnen. Ganz besonders gefällt mir die tolle Atmosphäre in der Eifel."

Hinter Spengler hat Martin Tomczyk im Audi-Jahreswagen als erster Verfolger drei Zähler weniger auf seinem Konto, Tomczyks Markenkollege und zweimaliger DTM-Champion Timo Scheider ist Dritter (24).

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