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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Mattias Ekström beendete die Saison 2010 als Gesamt-Fünfter © getty

Mattias Ekström feiert am Nürburgring einen Start-Ziel-Sieg. Spitzenreiter Spengler fährt erneut wertvolle Punkte ein.

Nürburgring - Erst fuhr der zweimalige DTM-Champion Mattias Ekström die Konkurrenz auf dem Nürburgring in Grund und Boden, dann legte der Schwede nach seinem 15. DTM-Sieg einen standesgemäßen Burn-out auf dem Asphalt hin.

Rauch stieg auf, Qualm umhüllte den Audi - dann stieg Ekström nach dem Ende einer fast 15-monatigen Durstrstrecke lachend aus seinem Siegerauto (Highlights ab 21 Uhr im TV auf SPORT1).

"Phantastisch. Es ist ewig her seit meinem letzten Sieg", sagte der 33-Jährige nach einem überlegenen Start-Ziel-Sieg: "Der Erfolg fühlt sich besonders gut an, weil wir zu Anfang der Saison ein paar Probleme hatten."

Spengler nutzt Rockenfeller-Fehler

Ebenfalls als Gewinner darf sich Vorjahressieger Bruno Spengler fühlen - trotz Platz zwei in der Eifel.

Lange Zeit hing der Mercedes-Pilot aus Kanada hinter Audi-Konkurrent Mike Rockenfeller auf Rang drei fest. (BERICHT: Rockenfeller-Comeback ohne Erinnerung)

Zwei Runden vor Schluss leistete sich Rockenfeller dann bei seinem Heimspiel an identischer Stelle wie schon im Qualifying einen Fahrfehler - und musste Spengler noch vorbeiziehen lassen.

"Meisterhafte Leistung"

"Er hat einen Fehler gemacht, ich hatte ein bisschen Glück. Ich bin sehr zufrieden", sagte Spengler, der seine Führung in der Gesamtwertung auf Audi-Pilot Martin Tomczyk auf sieben Punkte ausbaute. (DATENCENTER: Die Fahrerwertung).

"Bruno hat an Punkten gewonnen", stellte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug zufrieden fest: "Er hat Druck auf Rockenfeller gemacht, der hätte sich sonst nicht verbremst. Es war eine meisterhafte Leistung."

Rockenfeller traurig

Ganz anders war hingegen Rockenfeller zumute. "Die Kurve hatte es mir gestern schon angetan. Ich war noch nie so enttäuscht über einen dritten Platz", sagte der Sieger von Zandvoort.

"Ich hatte Probleme mit den Hinterreifen, aber das ist keine Entschuldigung."

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Tomczyk Verlierer des Tages

Neben Ekström und Rockenfeller brachte Audi fünf weitere Fahrzeuge in die Top Ten, stellte mit Tomczyk aber auch den Verlierer des Tages. Denn der Zweite der Gesamtwertung büßte durch seinen fünften Platz in der Eifel an Boden auf Spengler ein.

Nach sechs von zehn Wertungsläufen führt Spengler mit 47 Zählern vor Tomczyk (40) und dem zweimaligen DTM-Champion Timo Scheider (Audi/ 29 Punkte), der auf dem Nürburgring auf Rang vier landete.

"Kann jedem passieren"

Dennoch war Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich zufrieden. "Mattias ist zurück. Es war ein perfektes Rennen von ihm", sagte Ullrich.

"Dass Martin nicht so ganz das erreichen konnte, was er sich vorgestellt hatte, kann jedem passieren. In der Gesamtwertung sind fünf Audis hinter Spengler. Das zeigt, dass wir im Team ausgeglichen stark sind", fügte er hinzu.

Schnelles Aus für Schumacher

Nahtlos an die Vorstellung des Qualifyings knüpfte derweil Ex-Formel-1-Pilot Ralf Schumacher (Mercedes) an.

Der Bruder von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher ging als Vorletzter ins Rennen - und schied als Erster nach einem Kontakt mit Markenkollege David Coulthard (Schottland) bereits in der ersten Runde aus.

"Ich habe etwas zu spät gebremst und bin David zuvor leicht hinten drauf gefahren. Das hat ihn wahrscheinlich leicht geärgert", sagte Schumacher: "Die DTM ist hart, aber das ist kein Drama. Ich habe das Rennen selber versaut."

Aber auch für Coulthard blieb der Vorfall nicht ohne Folgen. Der ehemalige Formel-1-Fahrer beschädigte sich beim Kontakt mit seinem Markenkollegen die Motorhaube und beendete das Rennen schließlich auf dem letzten Rang.

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