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Der Schotte David Coulthard gewann in seiner Karriere 13 Formel-1-Rennen © getty

Der Schotte wird für 2012 als Fahrer bestätigt. Geänderte Regeln, neue Fahrzeuge und die BMW-Rückkehr sorgen für Spannung.

Stuttgart - Aller guten Dinge sind drei: Der frühere Formel-1-Pilot David Coulthard geht bei Mercedes in sein drittes Jahr in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft und ist nach Ralf Schumacher und Gary Paffett der dritte Fahrer, den die Stuttgarter für die Saison 2012 bestätigt haben.

Der 40 Jahre alte Schotte wird wie zuletzt im Berliner Mücke-Team starten, aber erstmals in einem aktuellen Auto sitzen.

Denn durch den Umstieg auf ein neues Reglement treten alle Fahrer mit neuen Fahrzeugen an.

Neben voraussichtlich sieben Mercedes-Kollegen und sieben Audi-Fahrern bekommt es "DC" erstmals auch mit DTM-Rückkehrer BMW zu tun, der sechs Autos ins Rennen schicken wird.

"Will mich steigern"

"Die DTM startet 2012 in eine neue Ära. Neue Autos, ein neues Technisches Reglement und ein weiterer Hersteller versprechen noch mehr Spannung, umso mehr freue ich mich auf mein drittes Jahr mit Mercedes-Benz in dieser hart umkämpften Serie", sagte Coulthard: "2012 will ich mich weiter steigern und ordentliche Ergebnisse erzielen."

Mercedes-Sportchef Norbert Haug ist optimistisch.

"Es gab Rennen im letzten Jahr, bei denen David über die gesamte Distanz zu den Allerschnellsten im Feld gehörte. Sobald David diesen Speed auch in einen guten Startplatz und einen guten Start umsetzen kann, wird er um gute Ergebnisse kämpfen", sagte er.

Ein Punkt im "Jahreswagen"

Nach dem Ende seiner erfolgreichen Formel-1-Karriere, in der er in 247 Rennen insgesamt 13 Grand-Prix-Siege feierte und 2001 Vize-Weltmeister war, wechselte Coulthard 2010 zu Mercedes in die DTM.

In einem "Jahreswagen" holte er in seinen ersten beiden Jahren bislang einen Punkt, durch Platz acht beim Saisonfinale 2010 in Shanghai, wo er auch die schnellste Rennrunde fuhr.

Neben seiner Rennfahrer-Karriere ist Coulthard seit 2009 auch für den britischen Sender "BBC" als TV-Experte bei der Formel 1 im Einsatz - und wird diesen "Nebenjob" auch weiterhin ausüben.

Erste Eindrücke positiv

Mit seinem neuen Dienstwagen ist Coulthard sehr zufrieden.

"Die ersten Eindrücke sind positiv - vor allem die Wippenschaltung am Lenkrad kenne ich noch sehr gut aus meiner Zeit in der Formel 1", sagte er über das neue C-Klasse Coupe, von dem Mercedes wohl acht Exemplare ins Rennen schicken wird.

Neben Coulthard, dem Briten Paffett und Schumacher dürften wohl auch die bisherigen Werksfahrer Jamie Green und Susie Wolff (beide Großbritannien) sowie Christian Vietoris (Gönnersdorf) an Bord bleiben.

Chancen auf ein Mercedes-Cockpit werden nach ihren Gesamtsiegen in der Formel-3-Euroserie und der Formel Renault 3,5 dem Spanier Roberto Merhi und dem Kanadier Robert Wickens eingeräumt.

Spengler wechselt die Seiten

Die Seiten gewechselt hat dagegen der Kanadier Bruno Spengler.

Er fährt wie der von Audi kommende Titelverteidiger Martin Tomczyk künftig für BMW, das die restlichen vier Cockpits an die bisherigen Werksfahrer Andy Priaulx (Großbritannien), Augusto Farfus (Brasilien), Joey Hand (USA) und Dirk Wener (Kissenbrück) vergeben hat.

Audi setzt nach dem Abgang von Tomczyk auf bewährte Kräfte und verlängerte die Verträge mit den beiden zweimaligen Meistern Mattias Ekström (Schweden) und Timo Scheider (Braubach) sowie Mike Rockenfeller (Neuwied), Miguel Molina (Spanien), Edoardo Mortara (Italien), Filipe Albuquerque (Portugal) und Rahel Frey (Schweiz).

Saisonauftakt ist am 29. April in Hockenheim.

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