BMW-Heimspiel im Kreisverkehr unterm Zeltdach
München - Heiße Renn-Atmosphäre unter dem weltberühmten Zeltdach, Motorsport-Party im Olympiapark, Heimspiel und Premiere für Rückkehrer BMW:
Auch wenn es beim Auftritt der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft im Münchner Olympiastadion am Wochenende (Zusammenfassung, So., ab 20.15 Uhr im TV auf SPORT1) nicht um Punkte geht, sind die Piloten von Audi, BMW und Mercedes voller Vorfreude auf den ungewohnten "Kreisverkehr".
"München war für mich schon in der Saison 2011 ein Highlight. Natürlich, weil ich gewonnen habe, aber auch wegen der einzigartigen Stimmung. Diesmal rechne ich mit noch mehr Gänsehaut, schließlich ist es das BMW-Heimspiel", so Bruno Spengler, der im vorigen Jahr noch als Mercedes-Pilot bei der Stadion-Premiere triumphierte.
"Mitten im Olympiastadion anzutreten, das ist einmalig. Man darf sich nicht den kleinsten Fehler erlauben", sagt der Kanadier weiter.
Über 50.000 Zuschauer erwatet
Am Quali-Samstag 2011 hatte er noch gegen den italienischen Audi-Piloten Edoardo Mortara das Nachsehen gehabt, den er am Sonntag dann aber im Finale bezwang.
54.000 Zuschauer hatte das DTM-Stadionspektakel vor Jahresfrist begeistert, am kommenden Wochenende könnten es vielleicht sogar noch ein paar mehr werden.
Denn BMW dürfte beim Start direkt auf der anderen Straßenseite der Konzernzentrale noch den einen oder anderen Fan zusätzlich anziehen.
Dreikampf in München
Im vorigen Jahr hatten die Münchner nur ihre Rückkehr bekannt gegeben und erstmals ihr Auto gezeigt, jetzt mischen sie munter mit - mit Spengler und Titelverteidiger Martin Tomczyk als Speerspitzen (DIASHOW: Die Favoriten auf den DTM-Titel 2012).
Bei Mercedes will der souveräne Spitzenreiter Gary Paffett (Großbritannien) auch in München glänzen, Audi-Star Mattias Ekström (Schweden) setzt auf seine Erfahrung aus drei Siegen beim ähnlich ausgefahrenen Race of Champions.
Streckenführung angepasst
Um den Zuschauern noch mehr Action und Übersicht zu bieten, wurde die Streckenführung etwas angepasst.
Die zwei jeweils 614 Meter langen Strecken sind genau gespiegelt, zusammen mit einigen neuen Markierungspunkten soll der Fan jetzt besser ausmachen können, wer im jeweiligen Duell gerade den Kühlergrill vorn hat.
4800 Tonnen Asphalt verlegt
Nach dem Champions-League-Finale der Fußball-Frauen wurde im Olympiastadion mit 21.000 Tonnen Kies und 4800 Tonnen Asphalt eine Rennstrecke angelegt.
Begrenzt ist der Rundkurs von 659 Betonleitwänden und einigen Kunststoffleitschienen, von denen die Fahrer nicht ganz so viel Respektabstand halten müssen.
Zwei neue Modi
Leicht modifiziert wurde gegenüber 2011 der Modus.
Zwar wird am Sonntag auch weiterhin im K.o.-System Mann gegen Mann gefahren, ab dem Viertelfinale sogar mit Boxenstopps.
Am Samstag bekommen die Fans aber die neue Teamstaffel um die Hersteller-Krone zu sehen.
Jeweils zwei Autos eines Herstellers wechseln sich auf der Strecke ab, Staffelübergabe ist jeweils in der Boxengasse.


