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Kurz vor Beginn der Formel-1-Saison entschied sich das Brawn-Team gegen Senna © getty

Bruno Sennas DTM-Engagement bei Mercedes kommt doch nicht zustande. Stattdessen träumt der Brasilianer weiter von der Formel 1.

Stuttgart/München - Der Wechsel von Bruno Senna in die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft ist geplatzt.

Der Neffe des 1994 tödlich verunglückten dreimaligen Formel-1-Weltmeisters Ayrton Senna hat sich in längeren Gesprächen mit den Stuttgartern nicht auf eine gemeinsame Zukunft einigen können.

Der 25 Jahre alte Brasilianer habe sich stattdessen entschieden, sich ganz auf seine Chancen in der Formel 1 zu konzentrieren, teilte Mercedes bei der offiziellen Bekanntgabe seines Fahrerkaders für die DTM-Saison 2009 mit.

"Interessen nicht deckungsgleich"

Senna erklärte "motorsport-magazin.com", er sei mit Mercedes-Sportchef Norbert Haug "auf einer sehr freundschaflichen Basis zu der Erkenntnis gekommen, dass unsere Interessen nicht ganz deckungsgleich sind und dass es nicht möglich war, ein Paket zu schnüren, das beiden Seiten vollauf gerecht wird."

Sein Ziel sei im Moment die Formel 1 und darauf arbeite er mit aller Konsequenz hin.

Ralf Schumacher an der Spitze

An der Spitze des Mercedes-Teams für die Saison 2009 steht der frühere Formel-1-Pilot Ralf Schumacher, der nach einem Lehrjahr in einem Jahreswagen nun in eine der vier aktuellen AMG-Mercedes C-Klassen aufsteigt.

Neben dem 33 Jahre alten Kerpener werden der Kanadier Bruno Spengler sowie die Briten Paul di Resta und Gary Paffett aktuelle Autos erhalten.

Paffett zurück im Top-Auto

Paffett, Meister von 2005 und wie Schumacher 2008 in einem Jahreswagen unterwegs, schafft damit die Rückkehr in ein Top-Auto.

Dafür rückt sein Landsmann Jamie Green in die zweite Reihe und wird wie Susie Stoddart (Großbritannien), Maro Engel (München) und Mathias Lauda (Österreich) in Autos aus dem Vorjahr starten.

"Als das Angebot kam, in der DTM-Saison 2009 eine aktuelle C-Klasse zu fahren, da konnte ich nicht nein sagen", meinte Schumacher: "Jetzt habe ich zumindest theoretisch die Chance, um Podestplätze, vielleicht sogar Siege zu fahren. Ziel 2009 sind ganz klar erst mal Punkteränge." (Der Rennkalender)

Der Traum bleibt weiter die Formel 1

Für Senna hätte ein DTM-Engagement nur in Kombination mit gewissen Garantien in Richtung Formel 1 Sinn gemacht.

Der Brasilianer schloss daher nicht völlig aus, "dass unter diesen Umständen meine Motivation für die DTM alleine vielleicht tatsächlich nicht wirklich hundertprozentig gegeben gewesen wäre".

Senna, der für Mercedes getestet hatte, hat bislang für 2009 nur einen Vertrag beim Oreca-Team für die 24 Stunden von Le Mans sowie zwei Rennen in der europäischen Le-Mans-Serie LMS abgeschlossen. (Bruno Senna schnuppert DTM-Luft)

Vor Saisonbeginn war sein erhoffter Wechsel in die Formel 1 zum Brawn-Team geplatzt, weil Ross Brawn nach der Rettung des Teams in letzter Sekunde lieber auf die Erfahrung von Sennas Landsmann Rubens Barrichello setzte.

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