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Will die Dominanz der vier Ringe stoppen: Mercedes-Star Ralf Schumacher © getty

Der bayerische Autobauer schreibt sich einen Rekord auf die Fahnen. Mercedes-Pilot Ralf Schumacher jedoch hält selbstbewusst dagegen.

Düsseldorf - Qualmende Reifen, heulende Motoren und 210.000 begeisterte Fans: Die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft hat sich am Sonntag mit einer großen Party auf der Düsseldorfer Prachtstraße Königsallee auf die Saison 2009 eingestimmt.

Titelverteidiger Timo Scheider, Publikumsliebling Ralf Schumacher und Co. boten den Zuschauern Motorsport zum Anfassen und stellten zugleich wohl einen inoffiziellen Rekord im Autogrammschreiben auf.

"Meine zweite DTM-Präsentation war erneut ein beeindruckendes Erlebnis. Die Fans hier in Düsseldorf zeigen eine Begeisterung, die uns für die kommende Saison nur noch stärker motiviert. Einfach toll", sagte Mercedes-Pilot Schumacher.

Neue Zuschauer-Bestmarke

Die offizielle neue Zuschauer-Bestmarke bescherte der DTM einen perfekten Abschied aus der NRW-Landeshauptstadt.

Nach insgesamt vier Gastspielen auf der "Kö" wird die Serie im nächsten Jahr nicht mehr in Düsseldorf ihre Saison eröffnen, weil die Stadt ihren Wunsch nach Steigerung ihrer Popularität vorerst erfüllt sieht.

Als neue Austragungsorte sind Frankfurt und München im Gespräch.

Ullrich will dritte Meisterschaft

Dann will Audi am liebsten den Hattrick in der Tasche haben.

Nach den Erfolgen von Mattias Ekström 2007 und Timo Scheider 2008 wäre ein weiterer Gesamtsieg der Ingolstädter ein Novum in der 22-jährigen DTM-Geschichte. "Zum dritten Mal hintereinander zu gewinnen, ist ein Traum, auf den wir gerne hinarbeiten", sagte Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich.

Alte Bekannte im Audi A4

Titelverteidiger Scheider freut sich auf die neue Saison.

"Der Rucksack ist jetzt weg, und die Ziele werden natürlich höher", sagte der Champion von 2008, der wieder mit dem Schweden Ekström, dem Dänen Tom Kristensen und Martin Tomczyk die vier aktuellen A4 besetzt (Der Rennkalender).

Schumacher selbstbewußt

Mercedes setzt Vizemeister Paul di Resta aus Großbritannien und Bruno Spengler aus Kanada dagegen.

Zudem werden Ex-Champion Gary Paffett aus Großbritannien und Schumacher in 2009er-Modelle befördert.

"Die Herausforderung ist nochmal größer. Meine Möglichkeiten sind gestiegen, aber über Nacht werde ich nicht zum perfekten DTM-Fahrer", meinte Ex-Formel-1-Pilot Schumacher, der sich in seiner zweiten DTM-Saison immer noch als Lehrling sieht.

"Punkte zu sammeln, muss das Ziel sein." Trotzdem will Schumacher in punkto Gesamtsieg ein Wörtchen mitreden.

Keine Experimente bei Mercedes

Neue Gesichter gibt es bei den acht Mercedes-Piloten nicht, nachdem der Wechsel von Bruno Senna (Bruno Senna schnuppert DTM-Luft), Neffe des 1994 tödlich verunglückten dreimaligen Weltmeisters Ayrton Senna, nicht geklappt hat.

Neu sind dagegen der Däne Christian Bakkerud und Johannes Seidlitz in den privaten Audi des Kolles-Teams.

Das Damen-Duell zwischen den Britinnen Susie Stoddart und Katherine Legge findet wieder auf Augenhöhe statt, da Legge bei Audi jetzt auch einen Jahreswagen erhält. Das erste von insgesamt 10 Rennen steigt am 17. Mai in Hockenheim.

DTM soll für Zuschauer attraktiv bleiben

Der Finanzkrise will die DTM übrigens mit einer positiven Einstellung trotzen.

"Wir drücken nicht auf die Tränendrüse", sagte Hans Werner Aufrecht, Chef der DTM-Dachorganisation ITR: "Wir reduzieren die Kosten, aber so, dass der Zuschauer davon nichts spürt."

Die DTM-Termine im Überblick:

17. Mai: Hockenheim

31. Mai: EuroSpeedway Lausitz

28. Juni: Norisring

19. Juli: Zandvoort/Niederlande

2. August: Oschersleben

16. August: Nürburgring

6. September: Brands Hatch/England

20. September: Barcelona/Spanien

11. Oktober:Dijon/Frankreich

25. Oktober: Hockenheim

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