Neue Hoffnung für Titelverteidiger Timo Scheider in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft. Der Audi-Werksfahrer darf seinen zuletzt im niederländischen Zandvoort erzielten dritten Platz und die damit verbundenen sechs Meisterschaftspunkte trotz des fehlenden Codes auf seinem Reifen beim letzten Rennen behalten.

Das entschieden die Sportkommissare vor dem 7. Saisonrennen der DTM am Sonntag auf dem britischen Traditionskurs in Brands Hatch.

Scheider hatte zwölf Tage um sein bisher bestes Saisonresultat bangen müssen, weil nach dem Rennen in Zandvoort am rechten Hinterreifen seines Abt-Audi A4 der vorgeschriebene Identifikations-Barcode fehlte. Durch ihn können die Technischen Kommissare jederzeit die rechtmäßige Zulassung der Einheitsreifen feststellen. Wegen des fehlenden Codes drohte Scheider ein Wertungsausschluss und damit auch das Ende aller Träume vom historischen Titel-Hattrick.

Bei einer genauen Untersuchung des Reifens im Dunlop-Werk in Hanau wurde aber zweifelsfrei festgestellt, dass sich Scheider und das Audi-Werksteam Abt Sportsline keinen Wettbewerbsvorteil verschafft hatten.

Trotz 21 Punkten Rückstand (23:44) auf Spitzenreiter Bruno Spengler (Kanada/Mercedes) glaubt Scheider vor dem 7. von 11 DTM-Läufen am Sonntag in Brands Hatch noch an eine Wende im Titelkampf. "50 Punkte werden noch vergeben. Da ist noch gar nichts entschieden und deshalb werde ich weiter um meine Chance kämpfen", sagte Scheider.

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