Der in der DTM zuletzt erfolgreiche Ralf Schumacher stand vor einem Jahr kurz vor seinem Rücktritt. Das bestätigte der 35-Jährige im Gespräch mit der am "ADAC-Motorwelt". Am Anfang der vergangenen Saison habe er Mercedes-Sportchef Norbert Haug gesagt, "dass er das Auto jemand geben soll, der damit mehr anfangen kann. Aber Norbert wollte das nicht, er hat gesagt, dass er an mich glaubt und ich mir Zeit lassen soll."

Das zahlte sich aus. Nach vier Rennen hat der sechsmalige Grand-Prix-Sieger der Formel 1 mit Rang drei in Hockenheim und Platz zwei in Spielberg schon zwei Podestplätze in seiner Statistik stehen - in den ersten drei DTM-Jahren hatte er es kein einziges Mal unter die ersten Drei geschafft. "Jetzt fühle ich mich in der DTM zu Hause", sagte Schumacher.

So sehr, dass weder ein Teamwechsel, noch eine Rückkehr in die Formel 1 für ihn derzeit ein Thema ist. "Nein. Es sei denn, es kommt das perfekte Angebot mit einem Auto, mit dem ich vorn mitfahren könnte.

Aber ich bin Realist: Es gibt genügend andere, junge Fahrer", sagte Schumacher, dessen sieben Jahre älterer Bruder Michael 2010 ein Comeback wagte, zur Formel 1.

Auch einen Wechsel zu seinem früheren Formel-1-Arbeitgeber BMW, der 2012 in die DTM kommt, schließt er aus. "Natürlich kenne ich noch die meisten Leute bei BMW. Aber ein Wechsel steht nicht zur Debatte", erklärte er: "Ich fühle mich bei Mercedes extrem wohl. So eine Loyalität wie in den letzten drei schweren DTM-Jahren habe ich noch bei keinem Arbeitgeber erlebt."

An seinen Bruder, der nach enttäuschenden Ergebnissen zuletzt als Vierter in Montreal auf sich aufmerksam machte, glaubt der "kleine" Schumacher weiterhin. "In Monaco, der Fahrerstrecke schlechthin, hat er sich super geschlagen. Allein das zeigt sein Potenzial. Jetzt liegt es am Team, das Auto so zu machen, dass er vorn mitfahren kann", sagte er über den ebenfalls für Mercedes fahrenden Bruder, der beim letzten Vergleich auf der Kartbahn "ein Tausendstel schneller" war.

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