Nach seinen Erfolgen bei den Paralympics in London plant Rennfahrer Alex Zanardi ein Comeback im DTM-Cockpit.

Der frühere Formel-1-Pilot, der bei einem Horror-Unfall auf dem Lausitzring 2001 beide Beine verloren hatte, steht mit BMW in Kontakt.

Die Münchner, die auf Anfrage einen entsprechenden Bericht des "kicker" bestätigten, wollen nach der im Oktober endenden Saison die grundsätzliche Machbarkeit für einen Einsatz des 45-Jährigen in einem BMW M3 DTM prüfen.

"Alex ist ein herausragender Sportler und ein leuchtendes Beispiel dafür, dass man mit Hingabe und Einsatz alles schaffen kann. Wir wissen, dass Alex immer noch vor Ehrgeiz brennt", sagte BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt dem "kicker".

Er schränkte allerdings ein, dass zunächst "zahlreiche Kriterien" geprüft werden müssten, "schon rein bauart- und auch sicherheitsbedingt".

Zwei Jahre nach dem Unfall auf dem Lausitzring hatte BMW Zanardi als Werksfahrer verpflichtet und ihm ein Comeback in der Tourenwagen-WM (WTCC) ermöglicht, in der der Italiener bis 2009 vier Siege feierte.

Marquardt hob allerdings hervor, dass ein DTM- und ein WTCC-Auto "naturgemäß kaum vergleichbar" seien. Für die Rennen in der WTCC hatte BMW seinem Werkspiloten einen umgebauten 320i zur Verfügung gestellt. Zanardi gab mit der Hand Gas und bremste mit der Prothese des rechten Beins.

Zanardi sucht nach seinem Paralympics-Abenteuer neue Herausforderungen. In London hatte er als Handbiker zweimal Gold und einmal Silber gewonnen und bei der Abschlussfeier als erfolgreichster Sportler seines Landes die Fahne ins Olympiastadion getragen.

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