Verwirrung um Alex Zanardi: In der italienischen Tageszeitung "La Repubblica" hat der frühere Formel-1-Pilot und zweifache Paralympics-Sieger angeblich verkündet, von BMW ein Angebot für die DTM erhalten zu haben. BMW bestreitet dies jedoch.

"Wir prüfen derzeit, ob es technisch überhaupt möglich ist, dass er bei uns eine Demofahrt oder eine Testfahrt absolvieren kann", sagte BMW-Sprecher Jörg Kottmeier.

Am Wochenende ist Zanardi BMW-Gast beim DTM-Finale in Hockenheim, wo er sich den Fans auch bei einer Ehrenrunde auf der Strecke präsentieren soll.

"La Repubblica" hatte Zanardi mit den Worten zitiert: "Man würde mir ein Auto für meine Bedürfnisse anfertigen. Ich würde an zwölf Rennen vom April bis Oktober teilnehmen."

Zwei Jahre nachdem er bei einem schlimmen Unfall auf dem Lausitzring 2001 beide Beine verloren hatte, hatte BMW Zanardi als Werksfahrer verpflichtet und ihm ein Comeback in der Tourenwagen-WM (WTCC) ermöglicht, in der der Italiener bis 2009 vier Siege feierte.

BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt hatte jedoch schon vor Wochen zu Bedenken gegeben, dass ein DTM- und ein WTCC-Auto "naturgemäß kaum vergleichbar" seien.

Für die Rennen in der WTCC hatte BMW seinem Werkspiloten einen umgebauten 320i zur Verfügung gestellt. Zanardi gab mit der Hand Gas und bremste mit der Prothese des rechten Beins.

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