DTM-Champion Bruno Spengler aus Kanada traut dem zweifachen Paralympics-Gewinner Alessandro Zanardi (Italien) ein Cockpit in der Tourenwagenserie zu.

"Er scheint alles zu schaffen, was er sich vornimmt", sagte BMW-Pilot Spengler über den beinamputierten früheren Formel-1-Fahrer "spox.com": "Alleine deswegen glaube ich, dass er es auch in der DTM packen würde. Aber da spielen natürlich viele Aspekte eine Rolle."

Bei einem schweren Unfall auf dem Lausitzring hatte Zanardi im Jahr 2001 beide Beine verloren. Ein Engagement Zanardis wäre für die Serie ein PR-Coup.

Spengler glaubt aber auch ohne große Namen an eine erfolgreiche Zukunft der DTM. "Die DTM hat genügend gute Piloten und braucht nicht unbedingt Formel-1-Fahrer, um tollen Rennsport zu bieten", sagte der 29-Jährige.

Vor dem letzten Saisonrennen hatte Mercedes-Pilot David Coulthard (Großbritannien) seinen Abschied verkündet, auch die Zukunft Ralf Schumachers (Mercedes/Kerpen) ist noch ungeklärt.

Der 46 Jahre alte Zanardi, der als Handbiker bei den Paralympics in London zweimal Gold und einmal Silber gewonnen hatte, absolvierte am 8. November bereits eine Demofahrt in einem DTM-BMW auf dem Nürburgring.

Die Möglichkeit eines weiteren Engagements ließen die Beteiligten offen. "Wir werden sehen, ob es eine Möglichkeit gibt", sagte Zanardi: "Aber ich glaube es ehrlich gesagt nicht, da das Level in der DTM für einen alten Mann wie mich zu hoch ist."