Der zweimalige DTM-Champion Timo Scheider (Braubach) hat erneut bemängelt, dass die Tourenwagenserie das Potenzial ihrer öffentlichen Wirkung nicht ausschöpfe.

"Wir hätten so viele Möglichkeiten, mehr Aufmerksamkeit zu generieren", sagte der 34 Jahre alte Audi-Pilot am Mittwoch im Rahmen einer Telefonkonferenz.

Ansetzen könne man dabei sowohl am Reglement als auch an der Außendarstellung der einzelnen Fahrer, die mehr in den Vordergrund gestellt werden sollten.

"Erstmal sollte die DTM verständlicher werden. Es wurde in den vergangenen Wochen zum Beispiel viel über gelbe und blaue Flaggen diskutiert, und da müssen wir einfach besser werden", sagte Scheider mit Bezug auf für die TV-Zuschauer teilweise nur schwer verständliche Details im Regelwerk.

Zudem biete die DTM genügend Fahrer, die bei entsprechender Vermarktung öffentliches Interesse generieren könnten. Die Verpflichtung bekannter Namen sei nicht zwingend notwendig.

"Ich bin schon lange Zeit dabei", sagte der Champion der Jahre 2008 und 2009, "und ich habe hier gute und auch weniger gute Menschen kennengelernt. Aber klar ist: Die DTM hat und hatte genügend Typen, um mehr Interesse zu kreiren."

Mit Bezug auf Spekulationen über eine Verpflichtung des früheren Formel-1-Piloten Juan Pablo Montoya durch BMW räumte Scheider dennoch ein, dass große Namen der Serie gut tun können.

Audis DTM-Leiter Dieter Gass schränkte allerdings ein: "Ein 'Typ' definiert sich ja nicht darüber, dass er mal in der Formel 1 gefahren ist. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe."

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