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Mads Östberg hat in Schweden eindrucksvoll gezeigt, was er kann © xpb.cc

Die Rallye-WM hat einen neuen Star: Mads Östberg hat den Sieg in Schweden nur knapp verpasst und feiert auch mit Platz zwei einen großen Triumph

Es ist gerade einmal drei Tage her, dass Mads Östberg Folgendes gesagt hat: "Im Moment haben wir neun Rallyes in diesem Jahr. Ich habe mit acht angefangen, konnte mir aber jetzt schon einen neunten Einsatz sichern. Hoffentlich können wir in diesem Jahr gute Ergebnisse holen und Sponsoren finden, damit wir die restlichen vier Rallyes auch noch fahren können."

Und nach seinem Auftritt beim Saisonauftakt dürften ihm die Sponsoren die Türen einrennen. Der 23-jährige Stobart-Neuzugang war der Star der Rallye Schweden. Er hat gezeigt, welches Talent er hat, wenn er in einem konkurrenzfähigen Auto sitzt. Der Norweger fährt zwar schon seit 2006 in der WRC, doch bisher war er immer in einem Subaru Impreza unterwegs. Und während er in der Norwegischen Meisterschaft einen Titel nach dem anderen holte, reichte es bei seinen Einsätzen in der Weltmeisterschaft nur für hintere Punkteränge.

Doch nun fährt Östberg im Stobart-Team und hat mit dem Ford Fiesta RS WRC fast Werksmaterial zur Verfügung. Er dominierte den Freitag und holte eine Bestzeit nach der anderen. Zu Gute kamen ihm seine späte Startposition und die Erfahrung, die er im einem S2000-Fiesta in diesem Jahr schon in der Norwegischen Meisterschaft gesammelt hat. Dann erlebte er einen ersten Rückschlag, als er am Freitagabend wegen eines hoch stehenden Lichtmastens an seinem Auto viel Zeit verlor.

Am Samstag musste er sich der Herausforderung stellen, im Neuschnee als Erster auf die Piste zu gehen. Es war ein frustrierender Tag für den Norweger, denn die Bedingungen waren für ihn extrem schwierig. Doch er gab nicht auf, verlor weniger Zeit als erwartet und konnte dem neuen Spitzenreiter Mikko Hirvonen auf den Fersen bleiben.

Östberg hielt sich nicht nur auf dem zweiten Platz, sondern lieferte sich mit Werkspilot Hirvonen bis ins Ziel ein Sekundenduell. Nach 22 harten Prüfungen hatte er am Ende nur 6,5 Sekunden Rückstand auf Sieger Hirvonen. Und Östberg kann auch seinen zweiten Platz ausgelassen feiern.

"Es ist einfach unglaublich", jubelt er. "Wir haben die ganze Woche über so hart gekämpft, und es war sehr schwierig. Wir haben schon noch ein bisschen versucht, Mikko abzufangen. Er war recht schnell und ich habe mich nicht ganz getraut, so viel zu pushen wie ich hätte können. Aber trotzdem: Ich bin absolut glücklich, dass ich in Schweden Zweiter geworden bin."

Und wer weiß: Wenn er sich bei den nächsten Rallyes auch so gut verkauft wie in Schweden, dann dürfte er genügend Geldgeber finden, die ihm die noch nicht finanzierten vier Läufe auch noch ermöglichen.

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