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Die beiden Citroen-Sebastiens hatten schon glücklichere Wochenenden © xpb.cc

Sebastien Ogier und Sebastien Loeb erlebten in Schweden Höhen und Tiefen, jetzt wollen sie Ford und den Fiesta auf Schotter unter Druck setzen

Das Citroen-Team hat schon glücklichere Rallye-Wochenenden erlebt als das vergangene in Schweden. Vor allem der erfolgsverwöhnte Rekordweltmeister Sebastien Loeb musste sich mit einer ungewohnten Rolle vertraut machen. Denn mit dem Kampf um den Sieg hatte er von Anfang an nichts zu tun. Er beendete die Rallye abgeschlagen auf dem sechsten Platz.

Seinem neuen Teamkollegen Sebastien Ogier erging es im schwedischen Schnee etwas besser. Am Freitag konnte er die erste Bestzeit für den neuen Citroen DS3 WRC holen, doch es dauerte noch etwas, bis ihm der Anschluss an die Spitze gelang. Erst am Samstagnachmittag drehte Citroen richtig auf - und plötzlich hatte Ogier sogar Chancen auf den Sieg.

Der 28-Franzose startete mit nur 15,8 Sekunden Rückstand auf Spitzenreiter Mikko Hirvonen (Ford) in den Tag. Aber die Bedingungen waren gegen Ogier. Zwar konnte er sich zwischenzeitlich auf den vierten Platz verbessern, doch sein Rückstand wurde immer größer. Vor der abschließenden Power Stage war er wieder Fünfter, auf die Podiumsplätze fehlten ihm rund 14 Sekunden.

Doch Ogier beendete die Rallye mit einem Highlight. Er sicherte sich die drei Extrapunkte für die Bestzeit in der Power Stage. Und da Petter Solberg nicht mehr kontern konnte, weil er seinem Beifahrer Chris Patterson das Steuer überlassen hatte, verbesserte sich Ogier ungehindert noch auf den vierten Platz.

"Der letzte Tag war schwierig für uns, in den beiden vorherigen Prüfungen war es recht schwierig, das Auto zu fahren. Aber nun ist die Rallye vorbei, wir haben Punkte geholt", bilanziert Ogier. "Es war kein schlechter Start in die Saison, das ist sicher. Es ist nicht meine Lieblingsrallye, ich bin erst zum zweiten Mal hier. Es gibt also Positives für mich an diesem Wochenende. Und jetzt kommen eine Menge Läufe auf Schotter. Ich bin mir sicher, dass wir da schneller sein werden."

Teamkollege Loeb erlebte seine persönlichen Highlights am Samstagnachmittag, als er Bestzeiten in Serie holte und auf die Konkurrenz mehr als eine Minute aufholte. Doch das Wochenende war für ihn da schon lange gelaufen. Am Freitag war er als Erster auf der Piste und unfreiwilliger Schneeräumer chancenlos. Dazu warf ihn ein Reifenschaden zusätzlich weit zurück. Am Samstagvormittag folgte ein zweiter Reifenschaden, danach war sein Rückstand auf über 2:40 Minuten angewachsen.

In den engen Fight vor sich konnte der Superstar nicht eingreifen. Er fuhr eine einsame Rallye auf dem sechsten Platz und nahm in der Power Stage noch zwei Bonuspunkte mit. "Ich wir über die Ziellinie sind, habe ich gesagt: 'Wir haben es beendet'. Ich bin erst einmal froh, dass diese Rallye vorbei ist, denn sie war recht lang. ZumGlück ist das die einzige Schneerallye der Saison", sagt Loeb nach dem zu weiten Teilen frustrierenden Wochenende.

In der Power Stage hat er noch einmal versucht, Druck zu machen, schließlich kann auch jeder Bonuspunkt am Ende wichtig sein. "Ich habe ein paar kleine Fehler gemacht. Es war keine perfekte Prüfung, aber ich hatte trotzdem einen ganz guten Rhythmus", berichtet er. Nun hakt er Schweden ab. Was ihn bei der nächsten Rallye in Mexiko erwartet, weiß Loeb noch nicht. Er ist aber optimistisch: "Im Moment bin ich mit der Performance unseres Autos recht zufrieden, auch wenn unsere Rallye nicht so gut war. Ich hoffe, dass wir in Zukunft besser sind."

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