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Sebastien Ogier hat am Freitagabend gleich doppelt Grund zur Freude © Red Bull/GEPA

Sebastien Ogier hat nach dem ersten Tag 2,3 Sekunden Vorsprung auf Sebastien Loeb und wird für seinen Fehler am Mittag nicht bestraft

Sebastien Ogier liegt bei der Rallye Mexiko auch nach den beiden Zuschauerprüfungen am Freitagabend knapp in Führung. Der Citroen-Werkspilot hat nun einen Vorsprung von 2,3 Sekunden auf seinen Teamkollegen Sebastien Loeb. Auf Gesamtrang drei folgt weiter Ford-Werkspilot Mikko Hirvonen vor seinem Teamkollegen Jari-Matti Latvala.

Zweimal wurde die 2,21 Kilometer kurze Rallyecross-Strecke durchfahren. Eine Wasserdurchfahrt und zwei Sprünge sorgten für zusätzliche Action für die Fans. Loeb holte sich in der ersten Passage die Bestzeit und verkürzte seinen Rückstand auf Ogier auf 1,1 Sekunden. Doch der jüngere Seb konnte in der zweiten Passage kontern und seinen Vorsprung wieder leicht ausbauen.

Und für Ogier gibt es noch eine gute Nachricht: Noch ist es nicht offiziell bestätigt, aber aus dem Servicepark sickert durch, dass der junge Franzose für seinen Fehler im Mittagsservice nicht bestraft wird. Ogier war aus der Medienzone statt zuerst zum Regrouping direkt in Richtung Servicebereich gefahren.

Er habe nicht gewusst, in welche Richtung er abbiegen muss, sagte er zu seiner Verteidigung. Sobald er bemerkte, dass er auf dem falschen Weg war, drehte er um. Zwar hat er auf dem Papier gegen das Reglement verstoßen, aber er hat bei keiner Zeitkontrolle zu früh oder zu spät eingecheckt. Auf den Rallyeverlauf hatte Ogiers Malheur keinerlei Auswirkungen.

Die Rallyeleitung ist deshalb offenbar zu dem Schluss gekommen, dass Ogier nicht bestraft werden muss. Denkbar wären auch eine Geld- oder Zeitstrafe, im schlimmsten Fall sogar die Disqualifikation gewesen. Citroen möchte sich zu dem Thema weiter nicht äußern, aber Ford-Teamchef Malcolm Wilson gibt sich überrascht darüber, dass Ogier nicht bestraft werden soll.

"Letzten Endes müssen wir die Entscheidung respektieren", wird Wilson von 'Autosport' zitiert. "Aber es steht außer Frage, dass er sich nicht an das Roadbook gehalten hat, er ist in den Service gefahren. Okay, das war ein Fehler. Aber wenn man an Strafen wie die von Petter Solberg denkt, der hier 2004 eine Fünf-Minuten-Strafe bekommen hat, als ihm Zuschauer geholfen haben, das Auto zu schieben, dann ist das eine seltsame Situation." Wäre Ogier bestraft worden, wären seine Piloten Hirvonen und Latvala wahrscheinlich auf die Plätze zwei und drei vorgerückt.

Auf den Plätzen hinter den Top 4 gab es in den beiden Zuschauerprüfungen ebenfalls keine Veränderungen. Ewgeni Nowikow ist weiter Fünfter vor seinem Stobart-Teamkollegen Henning Solberg. Dennis Kuipers (Ferm) ist Siebter vor den besten drei Piloten der S-WRC-Wertung: Nasser Al-Attiyah, Ott Tanal und Martin Prokop (alle Ford Fiesta S2000).

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