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Sebastien Ogier landete in Mexiko im Aus statt auf dem Siegerpodest © www.xpb.cc

Sebastien Ogier bedauert nach seinem Fehler in Mexiko vor allem, dass er für das Team nicht punkten konnte - Doch den Titelkampf hat er noch lange nicht abgehakt

Nach 14 Kilometern in der ersten Sonntagsprüfung endeten Sebastien Ogiers Träume vom Mexiko-Sieg. Nach einer starken Performance und einem spannenden Fight gegen seinen Teamkollegen Sebastien Loeb ramponierte er sich die linke vordere Aufhängung seines DS 3 WRC. Statt als Sieger oder Zweiter auf das Podium zu fahren, strandete Ogier am Rand einer Schotterpiste.

Ogier war als Führender mit einem Vorsprung von 10,5 Sekunden auf Loeb in den abschließenden Tag gestartet. "Ich musste pushen, um meinen ersten Platz zu halten. Denn als Erster auf der Piste musste ich wieder die Straße kehren", sagt Ogier. "In einer Kurve hat das Auto untersteuert und ich bin etwas weit nach außen in den Graben gekommen. Ich konnte einem Stein am Straßenrand nicht mehr ausweichen und die Aufhängung brach. Es war kein heftiger Einschlag, aber es war unmöglich, das in der Prüfung zu reparieren."

Ogier weiß, dass solche Risiken bestehen, wenn man sich im harten Duell gegen einen Gegner wie Loeb befindet: "Klar habe ich in dem Moment richtig gepusht. Wir hatten einen sehr guten Rhythmus, und mein Gefühl im Auto war sehr gut. Aber so ist es nun einem: Nur ein kleiner Fehler und es ist vorbei, das ist das Gesetz des Rallyesports."

"Ich habe gepokert und verloren", seufzt Ogier. "Es tut mir aber vor allem für das ganze Team unheimlich leid. Wir haben an diesem Wochenende von Anfang an einen tollen Job gemacht, und ich habe es nicht geschafft, das in wertvolle Punkte für Citroen umzusetzen."

Für Citroen-Sportchef Olivier Quesnel ist Ogiers Ausfall allerdings kein allzu großes Drama. "Wenn man sich die letzten Mexiko-Rallyes anschaut, dann haben wir jedes Mal ein Auto verloren - und wir sind jedes Mal Weltmeister geworden. So ist es im Rallyesport nun einmal. Es ist unglücklich, aber so etwas passiert. Ich glaube, dass Ogier enttäuschter ist als ich. Denn in dieser Saison sind nicht so viele Fahrer am Start. Und wenn man keine Punkte holt, weil man bei einer Rallye ausscheidet, ist das nicht gut für die Fahrer-Weltmeisterschaft."

In der Fahrwertung ist Ogier auf den sechsten Platz zurückgefallen, sein Rückstand auf Spitzenreiter Mikko Hirvonen (Ford) beträgt nun 31 Punkte. Aber der Franzose hat den Titelkampf deshalb noch lange nicht abgehakt. "Natürlich haben wir an diesem Wochenende viele Punkte verloren, aber die Saison ist noch lang", sagt Ogier. "Jetzt haben wir eine sehr gute Startposition für den nächsten Schotterlauf. Es ist noch nicht vorbei. Die Saison fängt gerade erst an, und wir wissen, dass wir den Speed haben. Jetzt müssen wir nur die Rallyes beenden und die Punkte holen."

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