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Ford-Pilot Mikko Hirvonen startete mit einer Bestzeit in die Rallye-Portugal © xpb.cc

Der WM-Spitzenreiter eröffnet die erste Sonderprüfung im Herzen Lissabons mit der Bestzeit. Mads Östberg bricht das Rad ab.

Bereits am Donnerstagabend wurde die Rallye-Portugal mit der ersten Sonderprüfung eröffnet. Im Zentrum von Lissabon mussten die Piloten eine 3,37 Kilometer lange Strecke absolvieren. Im Gegensatz zu den weiteren Prüfungen an den kommenden drei Tagen, wurde nicht auf Schotter, sondern auf Asphalt gefahren. Tausende Zuschauer säumten den Kurs und applaudierten den Rallye-Assen in ihren neuen Boliden.

Alle Piloten beklagten sich über die rutschigen Verhältnisse. Auf der einen Seite war die Strecke so kurz, dass die Reifen nicht auf die optimale Betriebstemperatur kamen. Außerdem waren die Autos auf Schotter und nicht für Asphalt abgestimmt. Die Bestzeit markierte WM-Spitzenreiter Mikko Hirvonen in 2:45.6 Minuten.

"Es waren sehr viele Zuschauer am Streckenrand, eine wirklich schöne Prüfung", sagt der Ford-Pilot zu seinem Auftakt. "Es war sehr rutschig, denn es gibt keinen Platz, um die Reifen aufzuwärmen. Die Verhältnisse waren etwas knifflig, aber es ist für alle gleich. Ich hatte eine gute Zeit."

Knapp geschlagen wurde Weltmeister Sebastien Loeb, der 1,3 Sekunden langsamer war. "Es war okay. Die Atmosphäre war schön, denn es waren viele Leute hier. Die Superspecial ist ein Teil der Rallye, also müssen wir angreifen. Man muss aber aufpassen, denn es gibt Asphaltwechsel und der Grip ändert sich." Auf dem dritten Platz war ebenfalls ein Citroen zu finden.

Privatfahrer Petter Solberg hatte 2,1 Sekunden Rückstand auf Hirvonen an der Spitze. "Einige Kurven hab ich falsch eingeschätzt." Mit der Schotterabstimmung tat sich der Norweger wie seine Konkurrenten schwer: "Man muss mehr aufpassen." Das muss auch Werkspilot Sebastien Ogier, nachdem er in Mexiko sein Auto in Führung liegen verschrottet hatte.

Der junge Franzose startete in Portugal mit dem vierten Platz. "Es waren viele Zuschauer vor Ort. Es liegt an uns, eine gute Show zu zeigen. Das gibt den Fans die Möglichkeit unseren Sport näher kennenzulernen. Es war sehr rutschig. Ich habe nichts riskiert, denn morgen geht es dann richtig los."

Die Top 5 komplettierte Ford-Werkspilot Jari-Matti Latvala. Die Abstände lagen im Spitzenfeld dicht beisammen. So hatte der Finne 3,7 Sekunden Rückstand auf seinen Teamkollegen. "Ich war vorsichtig, weil es sehr rutschig war und ich keinen Unfall bauen wollte. Ich weiß, dass ich etwas Zeit verloren habe, aber mir ist kein Fehler passiert. Also war es okay." Federico Villagra (Ford) war 0,2 Sekunden langsamer und reihte sich einen Platz dahinter ein.

Mit 5,7 Sekunden Rückstand folgte Ex-Formel-1-Weltmeister Kimi Räikkönen an der siebten Stelle. "Es war okay, obwohl es mit kalten Reifen sehr rutschig war. Es war aber besser als normal." Stobart-Pilot Mathew Wilson (Ford) und Hennig Solberg (Ford) starteten mit den Rängen acht und neun in die Portugal-Rallye. Armindo Araujo rundete im neuen MINI S2000 die Top 10 ab.

Der große Pechvogel in Lissabon war Mads Östberg. Der Ford-Pilot berührte einen Betonpfeiler und beschädigte sich das Auto. Das rechte Vorderrad war bei dem Anprall abgebrochen. "Wie kann man nur so blöd sein", ärgert sich der Norweger. "Wir haben sogar Glück, dass wir noch dabei sind."

Am Freitag werden insgesamt sechs Prüfungen gefahren.

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