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Citroen-Pilot Sebastien Ogier verwaltete seinen Vorsprung in der Gesamtwertung © xpb.cc

Das Citroen Duo verwaltete auf der 14. und 15. Prüfung der Rallye-Portugal den komfortablen Vorsprung, während Ford wieder technische Probleme hatte

Der dritte und letzte Tag der Rallye-Portugal brachte am Vormittag keine großen Überraschungen. Das Citroen-Duo an der Spitze verwaltete den Vorsprung und ist auf dem Weg zum Doppelsieg. Sebastien Loeb hatte beschlossen, seinen Teamkollegen Sebastien Ogier nicht mehr anzugreifen. Der 27-jährige Franzose wird seinen Vorjahressieg verteidigen, wenn keine Probleme mehr auftreten. Ford-Pilot Jari-Matti Latvala legte seinen Fokus auf die abschließende Power-Stage. Als Dritter hat der Finne keine Chance mehr, aus eigener Kraft den Sieg zu holen. Teamkollege Mikko Hirvonen fiel mit technischen Schwierigkeiten zurück.

Durch die zahlreichen Ford-Probleme am Vortag steuert Citroen auf einen Doppelsieg zu. Ogier führte in der Früh 39 Sekunden vor seinem Teamkollegen Loeb. Ford-Pilot Latvala folgte mit knapp vier Minuten Rückstand. Die 14. Sonderprüfung ging über 21,39 Kilometer und war charakterisiert von schnellen Bergabpassagen. Hirvonen holte die Bestzeit und verdrängte Matthew Wilson im Gesamtklassement vom vierten Platz.

"Es war nicht schlecht, das Auto funktioniert sehr gut", sagt der Finne. "Ich konzentriere mich auf den vierten Platz." Teamkollege Latvala fuhr die zweitschnellste Zeit. "Es gab viel Grip und hat wirklich Spaß gemacht. Ich bin keine Risiken eingegangen und habe meinen Rhythmus gehalten."

Die beiden Citroen-Piloten gingen als Erste auf die Strecke und ließen es gemütlich angehen. Ogier kam als Sechster über die Ziellinie. "Es gab kein Problem. Ich bin vorsichtig gestartet, denn es gibt keinen Grund ein unnötiges Risiko einzugehen. Die Bedingungen sind für alle recht ähnlich. Es macht keinen Unterschied, dass ich als Erster auf der Strecke bin."

Weltmeister Loeb hat sich bereits mit dem zweiten Platz zufrieden gegeben. Mit der siebtbesten Zeit war klar, dass der Franzose das Tempo herausgenommen hatte. "Wir haben uns entschieden, dass wir nicht angreifen. Ich möchte ihn nicht unter Druck setzen", sagt der 37-Jährige über seinen Teamkollegen.

Stobart-Pilot Wilson traf auf der Straße einen Stein, doch der Brite konnte die Prüfung ohne Probleme beenden. Seinen vierten Platz musste der Stobart-Pilot an Hirvonen abgeben. Sein Teamkollege Henning Solberg hatte wie am Vortag Probleme mit der Servolenkung. Bruder Petter fuhr die drittbeste Zeit, blieb in der Gesamtwertung weiter auf Platz neun.

Vor der Mittagspause stand mit der "Santana de Serra"-Prüfung die längste Strecke der Rallye auf dem Programm. 31,04 Kilometer mussten die Rallye-Asse zurücklegen. Die Bestzeit ging an Petter Solberg, der seinen Rückstand auf Federico Villagra (Ford) in der Gesamtwertung deutlich reduzieren konnte. Latvala kam zwölf Sekunden vor Loeb über die Ziellinie, der seinerseits 2,6 Sekunden schneller als Ogier war.

Am Nachmittag wird diese Prüfung als Power Stage noch einmal durchfahren Latvala hat sich darauf konzentriert: "Es ist eine lange und anstrengende Prüfung. Wir müssen uns konzentrieren." Die Verfolger von Ogier richteten ihren Fokus bereits auf die letzte Prüfung des Tages. Der Franzose fuhr auf Sicherheit: "Es war sehr lange und fühlte sich langsam an. Es ist nicht einfach."

Loeb sicherte seinen zweiten Platz ab. "Es war okay, aber rutschig. Wir müssen vorsichtig sein." Während bei Citroen alles nach Plan lief, gingen bei Ford die Probleme weiter. Hirvonen verlor im letzten Streckenteil viel Zeit und kam langsam ins Ziel. Dort berichtete der Vizeweltmeister über eine gebrochene Antriebswelle.

Der gleiche Schaden trat am Vortag bereits bei seinem Teamkollegen auf, der dadurch alle Siegchancen verlor. Über eine Minute verlor Hirvonen, weshalb Wilson Platz vier zurückeroberte. Mit der sechstbesten Zeit präsentierte sich Kimi Räikkkönen (Citroen) stark. Vor den letzten beiden Prüfungen hat der ehemalige Formel-1-Pilot nur noch 12 Sekunden Rückstand auf Henning Solberg, der den sechsten Platz hält.

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