vergrößernverkleinern
Sebastien Loeb mit Sorgenfalten: 2011 zählt Sebastien Ogier zu seinen Gegnern © xpb.cc

Sebastien Loeb würde seinen Citroen-Stallgefährten Sebastien Ogier erst dann unterstützen, wenn er selbst am Saisonende keine Titelchance mehr hätte

In diesem Jahr weht dem siebenmaligen Rallyechampion Sebastien Loeb eine steife Brise ins Gesicht, denn sein Citroen-Teamkollege Sebastien Ogier schickt sich an, seinen französischen Landsmann vom Thron der Rallye-WM zu stoßen. Dies ist Loeb sehr wohl bewusst, schließlich duellierten sich die beiden Namensvettern schon bei den Auftaktevents zum Teil bis aufs Messer.

Loeb bringt seinem Stallgefährten aber eine große Portion Respekt entgegen, wie er in einem Videoclip bei 'WRC.com' zu Protokoll gibt. "Ich halte Sebastien für einen sehr guten Piloten. Er ist der schnellste Teamkollege, den ich jemals hatte", meint der Titelverteidiger und merkt an: "Unsere Karrieren begannen auf ähnliche Weise - und jetzt fahren wir beide für dasselbe Rallyeteam."

"Sebastien hat genau die Position inne, die ich bekleidete, als ich seinerzeit zum Citroen-Rennstall stieß. Ich hatte damals zwei große Rivalen, die ich unbedingt schlagen wollte. Nun versucht eben Sebastien, mich zu bügeln", erläutert Loeb. Er werde es seinem Landsmann aber nicht einfach machen, betont der 37-Jährige. Schützenhilfe gäbe es - wenn überhaupt - nur ganz am Schluss.

"Wenn du zwei Rallyes vor Schluss 50 Punkte mehr auf dem Konto hättest, dann würde ich dich gewinnen lassen. Würde dein Vorsprung nur zwei Zähler betragen, dann nicht", lautet die Botschaft von Loeb an Ogier. Ein klarer Fall: Der amtierende Rallye-Weltmeister will 2011 in erster Linie seine eigenen Interessen verfolgen. Bei Bedarf würde sich Loeb allerdings teamdienlich verhalten.

Gleichwohl macht der Franzose keinen Hehl daraus, dass es "einfacher" wäre, würde Ogier für einen anderen Rennstall antreten. "Sebastien und ich fahren beide an der Spitze, was es für alle Beteiligten recht schwierig macht, wie man sich verhalten soll", meint Lob und witzelt: "Ich sagte ihm ja schon vor dieser Saison, er solle woanders hingehen." Nun müsse man sich bei Citroen eben arrangieren.

Es werde früher oder später erneut zu Duellen auf der Rallyepiste kommen, erklärt Loeb. "Was in Mexiko passierte, ist ein normaler Vorgang. Wir müssen ohne Stallregie kämpfen können und sollten gegeneinander antreten dürfen. Es geht darum, die Interessen des Teams zu verteidigen, dem wir beide angehören", sagt der Weltmeister. Doch noch liegt Citroen 2011 nicht auf Titelkurs...

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel