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Bisher bedeutet ein Abflug in der WRC nicht unbedingt das endgültige Aus © xpb.cc

Die FIA will die SupeRally in ihrer jetzigen Form abschaffen, doch bei Ford hält man sie für sinnvoll - Kalender für 2012 kommt diese Woche

Die FIA will das SupeRally-Reglement für die kommende Saison massiv überarbeiten. Dass Piloten nach einem Ausscheiden bei einer Rallye noch punkten können, soll nach diesem Jahr nicht mehr möglich sein. Das hat Jarmo Mahonen, der Präsident der WRC-Kommission bei der FIA, gegenüber 'Autosport' bestätigt. FIA-Präsident Todt hatte das System bereits mehrfach in Frage gestellt.

"SupeRally ist ein dummer Name", sagt Mahonen. "Und das Problem ist, dass Leute, die ein Auto von der Straße fliegen sehen, dieses dann am Ende im Gesamtklassement wiederfinden. Das ist für die Zuschauer schwer zu verstehen. Wir werden das definitiv ändern."

Doch Mahonen weiß, dass es nicht so einfach ist, eine gute Lösung zu finden. Denn SupeRally wurde eingeführt, damit mehr Teilnehmer durch die Prüfungen fahren - und die Fans damit mehr erleben. Als früherer Chef der Rallye Finnland weiß der Kommissions-Präsident, wovon er spricht.

"Man kann sich vorstellen, was meine Leute in Finnland denken würden, wenn Mikko Hirvonen in der ersten und Jari-Matti Latvala in der zweiten Prüfung ausscheiden würde. Man kann sich vorstellen, was das für die Ticketverkäufe bedeuten würde", so Mahonen. "Es ist verwirrend, sie im Klassement zu haben, obwohl sie ausgeschieden sind. Aber gleichzeitig müssen wir für die Hersteller mit Punkten den Anreiz schaffen, die Autos nach einem Ausscheiden weiter fahren zu lassen."

Ford-Teamchef Malcolm Wilson findet das System gut so, wie es jetzt ist. Die Fans würden es durchaus verstehen. "Man bekommt eine Strafe, und das ist fair. Aber gleichzeitig kann man bei den Rallyes weiter Erfahrungen sammeln, auch wenn man ein Problem hatte. Das ist für junge Fahrer sehr wichtig. Und warum sollten wir die Autos wieder rausschicken, wenn keine Punkte mehr möglich sind?"

Kalender für 2012 steht

Die FIA wird sich also wohl noch länger mit dem Thema beschäftigen. In einem Bereich ist die Entscheidung offenbar gefallen. Der WRC-Kalender für 2012 soll noch in dieser Woche veröffentlicht werden. Nach Informationen von 'Autosport' stehen im nächsten Jahr zwölf Läufe auf dem Programm.

Die Rallye Monte Carlo ist noch nicht wieder dabei. Es könnte demnach aber sein, dass sie 2013 wieder in den WRC-Kalender zurückkehrt. Die ursprünglich eingeplante Rallye Japan wurde auf Bitten der Teams gestrichen. Ford und Citroen sahen hier kein vernünftiges Kosten-Nutzen-Verhältnis gegeben. Denn die Anreise ist teuer und Japan kein so wichtiger Markt für die Hersteller.

Eröffnet werden soll die Saison mit einem Lauf in Schweden und Norwegen. Außerdem stehen Portugal, Mexiko, Griechenland, Neuseeland, Argentinien, Frankreich, Spanien, Großbritannien, Abu Dhabi, Finnland und Deutschland im Kalender für 2012.

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