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Daniel Sordo möchte in der ersten Saison mit dem MINI WRC auf das Podium © MINI WRC

Nach vier Jahren als Wasserträger bei Citroen will Dani Sordo bei MINI nun eine neue Rolle übernehmen und zeigen was er kann - 1,6-Liter-Auto noch ungewohnt für ihn

Leicht hatte es Dani Sordo in den vergangenen vier Jahren sicher nicht. An der Seite von Superstar Sebastien Loeb war er im Citroen-Werksteam die klare Nummer zwei. Er konnte - und durfte - sich nicht gegen den übermächtigen Franzosen durchsetzen. Doch nun bietet sich für Sordo die Chance, sich in der WRC neu zu etablieren. Und er hat nicht vor, auch im Mini-Werksteam die Nummer zwei zu werden.

Denn neben Kollege Kris Meeke ist er derjenige, der im Team die WRC-Erfahrung mitbringt. Damit hat er automatisch eine Art Führungsrolle inne. Und dieser will Sordo auch gerecht werden, wenn das neue Team bei der Rallye Sardinien in das Abenteuer Rallye-Weltmeisterschaft startet.

"Ich war vier Jahre im Citroen-Werksteam. Und nach vier Jahren, in denen ich meinen Teamkollegen nicht geschlagen habe, möchte ich es jetzt gern tun! Kris ist ein netter Kerl. Wir verstehen uns gut, seit wir 2005 zusammen bei Citroen gefahren sind. Aber er ist denjenige, den ich schlagen muss", sagt Sordo im Rahmen der Teampräsentation in Oxford gegenüber 'Autosport'.

Das MINI-WRC-Team bestreitet in dieser Saison sechs WM-Läufe, bevor es im nächsten Jahr ganz in die Weltmeisterschaft einsteigt. Sordo hält Podestplätze in dieser Saison für ein realistisches Ziel. Von Siegen will er noch nicht unbedingt sprechen: "Wenn ich es in diesem Jahr auf das Podium schaffen würde, wäre das toll. Es wäre natürlich auch klasse, in diesem Jahr mit dem MINI zu gewonnen. Aber ich denke, dass das sehr schwierig wird."

Sordo weiß, wie die Konkurrenz einzuschätzen ist. Kurz bevor er bei Citroen aufgehört hat, hat er mit dem DS3 WRC noch getestet. Zwar ist die Entwicklung seitdem nicht stehen geblieben, doch Sordos Erkenntnisse reichen für eine Standortbestimmung.

"Der MINI wird immer besser. Aber ich denke, dass wir im Moment noch etwas hinterher hinken", so Sordo. "Aber das ist normal - wir haben weniger Kilometer abgespult. Wir müssen abwarten, was bei der ersten Rallye passiert. Aber der Citroen sieht auf der Piste gut aus, und der Ford sieht schnell aus."

Für ihn persönlich ist es noch etwas ungewohnt, mit dem neuen, kleineren 1,6-Liter-Auto zu fahren. Ihm fehlt noch die Erfahrung mit der neuen Generation der WRC-Boliden. "Wenn es eine Weiterentwicklung des alten WRC wäre, wäre es einfacher. Aber in diesem Jahr ist alles neu. Warten wir es ab."

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