vergrößernverkleinern
Kimi Räikkönen will in Jordanien näher an die Top 5 herankommen © xpb.cc

Petter Solberg peilt in Jordanien das Podium an, Kimi Räikkönen will nah an die Top 5 und Peter van Merksteijn jun. tritt zum ersten Mal am Toten Meer an

Neben den beiden Werkspiloten Sebastien Loeb und Sebastien Ogier gehen am Wochenende bei der Rallye Jordanien wieder drei Citroen-Kunden in ihren DS3 WRC an den Start: Petter Solberg, Kimi Räikkönen und Peter van Merksteijn junior. Bei Citroen wurde seit der Rallye Portugal unter Hochdruck daran gearbeitet, auch ihre Boliden auf die Wüstenrallye vorzubereiten.

"Der Kalender und der logistische Aufwand für die Reise in den Mittleren Osten haben dafür gesorgt, dass wir seit dem Ende der Rallye Portugal ein ziemliches Tempo hinlegen mussten", sagt Benoit Nogier, der Leiter von Citroen Racing Technologies. "Sobald die DS3 WRC zurück in der Fabrik waren, haben wir sie sofort auseinander gebaut, um rechtzeitig nach Jordanien aufbrechen zu können."

Wegen des engen Zeitplans war es auch nicht möglich, einen Test für die Kundenteams zu organisieren. "Wir hätten gern die neuen Reifen getestet, mit denen wir in Jordanien fahren werden", so Nogier. "Wie die Werksteams bekommen auch wir einen weiterentwickelten Schotterreifen, der robuster sein soll. Deshalb ist der Shakedown wichtig, um Informationen zu sammeln. Die Fahrer müssen sich sehr schnell an diese neuen Entwicklungen gewöhnen."

Petter Solberg hat zwar in allen drei bisherigen Rallyes der Saison gepunkten, doch der norwegische Privatier ist frustriert - denn in der Fahrerwertung liegt er nicht so weit vorn, wie er sich das erwartet hatte. Der Weltmeister von 2003 hat in dieser Saison schon 14 Bestzeiten geholt, wegen zahlreicher Rückschläge ist er derzeit aber nur Fünfter des WM-Klassements. Damit hat er auf den jordanischen Schotterpisten zumindest eine gute Startposition.

Jetzt hofft er, dass ihn das Pech dieses Mal verschont und er um den Sieg mitkämpfen kann. Im vergangenen Jahr fuhr Solberg in Jordanien auf das Podium, das will er in diesem Jahr mindestens wiederholen. "In den letzten drei Läufen war das Schicksal nicht auf unserer Seite. Aber hoffentlich ist es das bei dieser Rallye, und wir können das Podium holen, auf das wir warten", sagt Solberg. "Wir haben bei drei Rallyes 14 Bestzeiten geholt, der Speed ist also definitiv da. Hoffentlich bringt er uns in Jordanien auf das Podium."

"Iceman" Räikkönen startet zum zweiten Mal nach 2010 in Jordanien. Der Finne holte hier im vergangenen Jahr nach einer fehlerfreien Rallye seine ersten WRC-Punkte. In diesem Jahr wird der frühere Formel-1-Weltmeister wieder versuchen, auf den schnellen Wüstenpisten nah an die besten Zeiten heranzukommen. Seine erste Schotterrallye mit dem DS3 WRC in Portugal beendete er auf dem siebten Platz. In Jordanien will er noch näher an die Top 5 heran fahren.

Peter van Merksteijn jun. ist ein Jordanien-Debütant. Der junge Niederländer bestritt in Portugal seine erste Rallye mit dem Citroen und will sich in Jordanien noch mehr an den DS3 WRC gewöhnen. Auf den steinigen und tückischen Wüstenpisten muss er sich auch ein bisschen auf die Erfahrung seines Beifahrers Eddy Chevailler verlassen.

Allerdings ist van Merksteijn wegen der Verzögerungen beim Transport der Ausrüstung etwas besorgt. Da das Schiff mit den Teamtrucks erst heute in Israel anlegt, musste er sich wie alle anderen eine provisorische Lösung für die Recce einfallen lassen. Gefahren wird nun mit einem Serienfahrzeug. "Ich starte zum ersten Mal bei der Rallye Jordanien, und wegen all der Felsen neben den Pisten ist eine gute Recce bei dieser Rallye sehr wichtig", weiß der Niederländer.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel