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Bevor der Wüstenevent steigen kann, muss die Rallye-WM noch einiges klären... © xpb.cc

Die Sorgenfalten der Teams werden nicht kleiner: Die Verzögerungen vor der Jordanien-Rallye halten an und der Start des Events rückt immer näher

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt: Die Rallye Jordanien scheint in diesem Jahr unter keinem guten Stern zu stehen. Fahrer und Teams sind zwar bereits vor Ort und auch die Fahrzeuge wurden schon eingeflogen, doch die Ausrüstung für den Servicepark lässt noch immer auf sich warten. Grund dafür sind unglückliche Umstände, mit denen vorab einfach nicht zu rechnen war.

So wurde das Transportschiff der Rallye-WM (WRC), welches das Material für den Servicepark und weiteres Equipment von Italien nach Israel transportiert, von diversen Schwierigkeiten heimgesucht. Ein Maschinenschaden setzte das Schiff schachmatt, kurz vor dem Ziel schlug die Natur zu: Ein Sturm vor der israelischen Küste machte es der Crew unmöglich, das Schiff in den Haifa-Hafen zu bringen.

"Es ist einfach unglaublich", wird ein nicht näher benannter Teammanager von 'Autosport' zitiert. "Das Schiff wartet einen Kilometer vor dem Hafen darauf, dass sich das Meer beruhigt, damit es anlegen kann. Im Augenblick schwirren viele Ideen für den Donnerstag durch die Köpfe der Leute, doch noch weiß niemand, was passieren wird." Ohne die Ausrüstung seien den Teams die Hände gebunden.

"Was wir schon jetzt sagen können, ist, dass der Shakedown wahrscheinlich gestrichen wird", meint der Teammanager. "Wie es mit dem ersten Rallyetag aussieht, weiß keiner. Ohne Schiff, die Trucks und unsere Kits sieht es jedenfalls nicht allzu gut aus." Selbst nach dem Anlegemanöver sei noch lange nicht sicher, dass die Rennställe nun endlich mit den Vorbereitungen beginnen können.

"Sobald das Schiff da ist, treffen wir auf die nächste Unbekannte", sagt ein weiterer nicht benannter Teamsprecher. "Wir wissen einfach nicht, wie lange es Dauern wird, um die Zollformalitäten zu erledigen. Es würde Sinn machen, den Donnerstag komplett zu streichen und all dies am Freitag und am Samstag über die Bühne zu bringen. Die Veranstalter sind auf jeden Fall ständig am planen."

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