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Ab 2016 wird im Fahrerlager wieder zum Teil französisch gesprochen
Die neue Reifenkonstruktion von Michelin hat sich in Jordanien bewährt © xpb.cc

Für die Rallye-Jordanien hatte Michelin neue Reifen konstruiert, um den zahlreichen Schäden vorzubeugen - Das Ergebnis war durchwegs positiv

In Jordanien wurde erstmals eine neue Konstruktion von Michelin eingesetzt. Bei den ersten beiden Schotterrallyes in diesem Jahr gab es zahlreiche Reifenschäden. Die Franzosen führten das auf den Umstand zurück, dass sie in der Planungsphase der Pneus von einem Konkurrenzkampf mit einem andern Hersteller ausgegangen sind. Deshalb wurde ein Augenmerk auf die Performance gelegt.

Da nur Michelin die WRC-Boliden ausstattet, ist den Franzosen praktisch jeder Sieg sicher. Laut Reglement darf ein Hersteller einmal während der Saison die Spezifikation wechseln. Ohne Konkurrenz fand dies bereits in Jordanien statt. DMACK, die hauptsächlich die Boliden in den anderen Klassen ausrüsten, plant eventuell für das Saisonfinale einen neuen Reifen.

Die neue Konstruktion von Michelin bot etwas weiniger Grip, aber eine höhere Haltbarkeit. In Jordanien traten kaum Schäden auf. Mit der Performance waren die Piloten ebenfalls zufrieden. "Wir haben uns zum Ziel gesetzt, diesem Schotterspezialisten eine nochmals größere Widerstandsfähigkeit zu verleihen, ohne dadurch seine Schnelligkeit zu beeinflussen", wird Michelin-Leiter Jacques Morelli vom 'Rallye-Magazin.de' zitiert.

"Dabei wäre es leicht gewesen, einfach nur die Flanken zu verstärken, doch dies hätte die Qualität der Rückmeldungen an die Fahrer, sowie den Abrieb beeinflusst. Daher haben wir uns darauf konzentriert, neben den Seitenwänden auch die Laufflächenkonstruktion entsprechend anzupassen. So konnten wir Robustheit, Performance und Langlebigkeit zugleich verbessern."

Das Ergebnis war durchwegs positiv, wie Entwicklungschef Bertrand Doron findet: "Der neue Latitude Cross funktionierte hier in Jordanien sogar noch besser als bei unseren Testfahrten vor der Rallye Portugal. Besonders erfreut hat uns dabei der geringe Abrieb. Selbst auf der mit 41 Kilometern besonders langen Prüfung 'Jordan River' ist es nur wenigen Fahrern gelungen, mehr als 40 Prozent dieses Pneus zu verschleißen."

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