vergrößernverkleinern
Viel Action, tolle Fahrbilder - aber die Fans strömen nicht in Massen an den Kurs © xpb.cc

Die Prüfungen der Rallye Jordanien sind klasse, doch die hohen Reisekosten und der geringe Fan-Zuspruch lassen die Teams am Event zweifeln

Die Rallye Jordanien stand in diesem Jahr unter keinem guten Stern. Schon vor dem eigentlichen Event kam es nämlich zu einigen Nebengeräuschen, wonach die Rennregion alles andere als sicher sei. Die Rallye-WM (WRC) entschied sich trotzdem zur Austragung ihrer Veranstaltung, die dann aber mit Verspätung begann: Das Transportschiff aus Italien traf nicht rechtzeitig im Zielhafen ein.

Zu allem Überfluss fand der Event beinahe unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, der nur wenige Fans und Zuschauer gönnten sich vor Ort einen Blick auf das Spektakel. Citroen-Teamchef Olivier Quesnel ist daher nicht der Einzige im Fahrerlager der WRC, der die Veranstaltung in Jordanien betont kritisch sieht. Eine andere Lösung käme dem Franzosen in Zukunft durchaus gelegen.

"Die FIA will einen Event im Mittleren Osten haben, also müssen wir dorthin reisen", wird Quesnel von 'Autosport' zitiert. "Für uns ist das aber nicht wichtig. Es gibt dort nicht genug Leute. Ich muss gestehen: Ich wäre nicht traurig, nicht mehr nach Jordanien zu fahren. Die Prüfungen an sich sind in Ordnung, aber das reicht halt nicht." In dieser Region könne der Rallyesport nur schwer Fuß fassen.

"In Abu Dhabi ist sicherlich mehr Geld vorhanden. Ich bin aber überzeugt davon: Auch dort werden wir nicht sonderlich viele Zuschauer haben", meint Quesnel. M-Sport-Oberhaupt Malcolm Wilson versucht dem Ganzen wenigstens noch etwas Positives abzuringen. Die hohen Transportkosten seien "der beste Beweis für unser Engagement in diesem Sport", gibt Wilson diesbezüglich zu Protokoll.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel