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Matthew Wilson und das Stobart-Team sind in Italien auf einige WM-Zähler aus © xpb.cc

Matthew Wilson, Mads Östberg und Henning Solberg bilden auf Sardinien die Speerspitzen von Stobart und nehmen Kurs auf weitere WM-Punkte

Nicht weniger als fünf Fiesta-Fahrzeuge setzt das Stobart-Team in wenigen Tagen bei der Rallye Sardinien ein. Matthew Wilson, Mads Östberg, Henning Solberg, Per-Gunnar Andersson und Ewgeni Nowikow gehen allerdings mit unterschiedlichen Zielsetzungen an den Start, auch wenn alle in erster Linie einen problemlosen Event absolvieren möchten. Punkte kämen dem Stobart-Quintett aber sehr gelegen.

"Sardinien kann eine harte Rallye sein", meint Wilson, aktuell auf dem siebten WM-Rang liegend. "Die Straßen sind meist schnell und eng, doch es gibt auch einige offene Passagen. Man könnte sagen: Es ist eine Mischung aus allem. Wir müssen einfach sicherstellen, eine gute Recce zu haben und sollten unsere Pacenotes für den ersten Tag so exakt wie möglich anfertigen", erläutert der Ford-Fahrer.

"Wenn ich mich recht erinnere, lagen immer sehr viele Steine am Rand der Straßen herum. Darauf müssen wir aufpassen", sagt der Brite. "Zudem gibt es bei der zweiten Durchfahrt gerne ein paar Spurrillen. Es handelt sich also um einen harten Event. Wenn wir den Schwung aus den vergangenen Veranstaltungen beibehalten können, sollten wir aber erneut ein Top-5-Ergebnis erzielen können."

Östberg und Solberg wollen kräftig punkten

Östberg hat Ähnliches im Sinn, möchte aber hauptsächlich eine gute Show bieten: "Ich war schon einmal in Sardinien und freue mich darauf, erneut dorthin zurückzukehren. Die jüngsten Rallyes möchte ich am liebsten vergessen. Ich konzentriere mich voll und ganz auf das Fahren und hoffe, wir haben dieses Mal keine Probleme", erklärt der Norweger, der im Moment WM-Rang sechs bekleidet.

"Sowohl für unsere Sponsoren als auch im Hinblick auf die Meisterschaft ist es wichtig, dass wir ein gutes Resultat erzielen. Am Wochenende bestreite ich einen Lauf in Norwegen - meinen ersten Schotterevent im neuen Fiesta. Das ist die perfekte Probe", meint Östberg. Solberg ist ebenfalls auf Zählbares aus und möchte sein Punktekonto von aktuell zehn Zählern erheblich ausbauen.

"In den vergangenen Rallyes hatten wir einige Probleme, doch wenn mir das Setup schmeckt, habe ich ein gutes Gefühl im Auto. Sardinien ist in meinen Augen ähnlich wie Portugal. Ich kenne den Event gut. Meine Startposition ist prima und das sollte mir am ersten Tag der Rallye zugute kommen. Sollte es uns gelingen, gleich ein gutes Setup zu finden, dann werde ich von Anfang an Druck machen."

Andersson und Nowikow brauchen Kilometer

"Die neuen Michelin-Reifen waren in Jordanien eine Klasse für sich. Es gab keine Reifenschäden und hoffentlich werden wir auch in Sardinien davon verschont bleiben. Ich wünsche mir eine problemlose Rallye und möchte mit Vollgas auf ein tolles Ergebnis zusteuern", sagt Solberg und übergibt das Wort an Andersson. Der Schwede stapelt tief: "Es wird schwierig. Wir treten ohne Test mit dem Fiesta an."

"Ich hoffe, die Zeiten der anderen Piloten mitgehen zu können, doch sie hatten viel mehr Erfahrung auf Schotter, also wird es nicht einfach. Ich wünsche mir einen guten Verlauf und möchte einer der besten Privatiers sein. Das Ziel ist, den Top 5 möglichst nahe zu kommen. Ich will meinen Fans nämlich etwas zurückgeben", erläutert Andersson. Nowikow hat es auf Erfahrungen abgesehen.

"Ich trete zum zweiten Mal in Italien an und auch zum zweiten Mal in dieser Saison. Ich habe aber keine Erwartungen an diesen Event. Ich möchte aber keine Vorhersagen anstellen, auch wenn ich beim letzten Mal ein gutes Resultat landen konnte. Die Rallye Mexiko liegt nun schon lange zurück. Stephane Prevot und ich werden unsere Pacenotes aufpolieren und dann schauen wir einmal."

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