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Auf dieses Panorama müssen die Fahrer und Teams der Rallye-WM bald verzichten © xpb.cc

Die Rallye Sardinien gibt in diesem Jahr ihre Abschiedsvorstellung im WM-Kalender: Die Organisatoren der WRC wollen zurück aufs Festland

2011 flitzen die Fahrzeuge der Rallye-WM (WRC) noch einmal über die Schotterpisten von Sardinien, doch ab 2012 macht die Meisterschaft einen Bogen um die italienische Mittelmeer-Insel: Der Event auf Sardinien findet künftig keine Berücksichtigung mehr im WM-Kalender, weil es die Verantwortlichen der Rennserie auf das italienische Festland zieht. Die Konsequenz: Italien ist 2012 gar nicht am Start.

WRC-Promoter Simon Long begründet diesen Schritt: "Sardinien war ein gutes zuhause für die Rallye-WM, doch wir müssen auf dem Festland fahren. Aus diesem Grund firmiert Italien nicht im Rennkalender für 2012. Die Events verwandeln sich nämlich immer mehr in längere und härtere Veranstaltungen mit Ausdauer-Charakter. Da hat Sardinien nun eben natürliche Grenzen."

Man dürfe den Abschied von Sardinien aber keineswegs als Rallye-Rückzug aus Italien verstehen, meint Long. Die WRC peilt demnach an, nach 2012 wieder im Mittelmeer-Staat anzutreten. "Natürlich wollen wir Italien zurückhaben", wird Long von 'Autosport' zitiert. "Wir haben Verständnis für die Leidenschaft, die Geschichte und alles Weitere, das Italien der WRC geben kann", erklärt der Brite.

"Wir wollen aber wieder einen klassischen Event in Norditalien an den Start bringen, wie wir ihn schon in der Vergangenheit hatten. Ein eben solcher könnte die berühmten Prüfungen in Sanremo und der Toskana mit einbinden. Ich denke, auch die Fans würden dergleichen begrüßen", meint Long. Bis auf 1995 und 2010 war Italien seit 1973 stets eine Anlaufstelle für das Fahrerlager der Rallye-WM.

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