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Jari-Matti Latvala ist nach seinem Malheur entsprechend enttäuscht © Ford

Jari-Matti Latvala spricht über die Enttäuschung nach seinem Rückschlag bei der Rallye Argentinien und erklärt, wie er die Aufhängung an seinem Ford beschädigt hat

Bis zum gestrigen Samstagnachmittag war die Welt für Jari-Matti Latvala noch in Ordnung. Er konnte sich an der Spitze der Rallye Argentinien behaupten, obwohl er als Erster auf der Piste kämpfen musste.

Doch in der 13. Wertungsprüfung änderte sich alles: An seinem Ford Fiesta RS WRC brach ein eine Verbindungsstrabe an der Spurstange vorne links. Zwischen der 13. und 14. Prüfung versuchte er noch, den Schaden provisorisch zu beheben, doch er musste kurz darauf aufgeben. Heute startet er unter SupeRally-Bedingungen, und ist aktuell Siebter - der Traum vom Sieg ist ausgeträumt.

"Der Rallyesport kann wirklich hart sein, und es fühlt sich wirklich schlimm an, weil wir Sebastien Ogier die Führung geschenkt haben", seufzt Latvala. "Ich wusste, dass ich am Nachmittag um die Spitze kämpfen müsste. Und ich hatte große Hoffnungen in die lange Prüfung heute Morgen, denn das gehört normalerweise zu meinen Stärken. Da hätte ich mich definitiv zurückgekämpft."

Der Finne schildert auch, wie sich sein Drama entwickelte. "Es gab Spurrillen und in den Rillen und auf sehr schnellen Abschnitten lagen offene Steine herum", so Latvala. "Ich habe ein paar Einschläge gespürt, aber nichts Besonderes, und so bin ich weitergefahren. Ich habe aber gemerkt, dass das Auto nicht so gut gelenkt hat und habe mich gefragt, was das war. Vier Kilometer vor dem Ziel wäre ich beim Bremsen dann beinahe von der Straße abgekommen, weil sich das Rad plötzlich nach hinten bewegt hat."

Bei einem Einschlag hatte sich die Spurstange verbogen, eine Verbindung löste sich später ganz und das Rad konnte sich recht frei bewegen. Latvala überlegte, einen der hinteren Querlenker vorn einzubauen, aber der war zu lang. Also behalf er sich mit Riemen, "einem, der nach vorn zieht und einem, der nach hinten zieht." Doch das ging dann nur noch vier Kilometer lang gut: "Denn die Pisten waren in einem heftigen Zustand. Die Riemen sind gerissen, und das Team hat uns angewiesen, anzuhalten und das Auto nicht noch mehr zu beschädigen."

"Es ist natürlich hart und auch für das Team eine große Enttäuschung. Es hat sich wirklich schlimm angefühlt", so Latvala. "Dieses Gefühl bringt dich um, aber du musst das abhaken. Du musst positiv denken, weitermachen und dich wirklich konzentrieren, damit du diesen Sieg dann eben woanders holst. Ich versuche jetzt einfach, die Prüfungen zu genießen, zu entspannen und eine gute Zeit in der Power Stage zu holen."

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