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Weltmeister Sebastien Loeb will in Griechenland seine WM-Führung ausbauen © xpb.cc

Weltmeister Sebastien Loeb stellt sich auf harte Strecken bei der Akropolis-Rallye ein - Citroen steht nach dem Argentinien-Unfall weiterhin voll hinter Sebastien Ogier

Citroen hat in dieser Saison fünf der sechs Rallyes gewonnen. In den Jahren 2005 und 2009 hat der französische Hersteller bereits sechs Veranstaltungen in Folge auf Platz eins abgeschlossen. Das ist auch das Ziel für das kommende Wochenende, wo in Griechenland gefahren wird. Sebastien Loeb führt die WM-Wertung bei den Fahrern an, während Citroen in der Herstellerwertung vorne liegt. Die Akropolis-Rallye fand zum letzen Mal 2009 statt. Damals gewann Ford-Pilot Mikko Hirvonen.

"Es gibt absolut keine Grund, warum wir unsere Herangehensweise ändern sollten", sagt Loeb im Vorfeld. "Wir haben in der WM einen kleinen Vorsprung. 13 Punkte sind nicht viel. In Griechenland werden wir, so wie überall anders auch, vom Start weg angreifen, denn jede Sekunde zählt." In dieser Saison geht es eng zu. In vier der sechs Rallyes betrug der Abstand der ersten beiden Piloten im Ziel weniger als zwölf Sekunden.

In Griechenland werden Mensch und Material stark belastet. "Die Straßen sind für die Fahrer und die Autos sehr hart. Die Hitze kommt auch noch dazu", sagt Loeb. "An bestimmten Stellen muss man den Steinen ausweichen, um das Auto und die Reifen zu schonen. Manchmal wird man im Auto wie ein Ping-Pong-Ball herumgeworfen."

Teamkollege Sebastien Ogier hat in diesem Jahr bereits zwei Rallyes gewonnen. Zuletzt in Argentinien verpasste der Franzose durch einen Überschlag einen weiteren Triumph. In Griechenland wird der Youngster wieder voll angreifen. "Man muss sehr intelligent fahren. Die Autos, die Reifen und die Mechaniker leiden in Griechenland. Man muss auf die Technik aufpassen, obwohl der DS3 WRC bisher sehr robust und zuverlässig war. Aber jede Rallye ist ein neuer Test."

Ogier ist bisher nur 2009 die Akropolis-Rallye gefahren. Damals wurde der 27-Jährige auf Anhieb Zweiter. "Das war mein erstes Podium in der Weltelite. Es ist eine schöne Erinnerung. Wir sind hoch motiviert und wollen um den Sieg kämpfen, damit wir die Enttäuschung von Argentinien vergessen können." Auch in Mexiko verlor Ogier seine Siegchance durch einen Unfall am letzten Tag.

Citroen-Teamchef Olivier Quesnel steht weiterhin hinter seinem Schützling. Trotz der beiden Missgeschicke hat Ogier in dieser Saison seinen Speed und sein Talent eindrucksvoll unter Beweis gestellt. "Ogier hatte in Argentinien ein schwieriges Ende, aber das darf seine Leistung davor nicht überschatten", wird der Franzose von 'WRC.com' zitiert. "In Argentinien hat er seine Konkurrenten in Fehler getrieben."

"Er hatte die Führung übernommen, obwohl er die Straßen auf der zweiten Etappe nicht kannte. Trotz des Unfalls hat er die Punkte für den dritten Platz abgesichert. Seine Siege in Portugal und Jordanien, wo er vom Start bis ins Ziel geführt hat, zeigen, dass er unser Vertrauen und unseren Rückhalt verdient."

Griechenland markiert den Halbzeitpunkt der WM. In diesem Jahr wird mit neuen Boliden gefahren. Fünf Siege zeigen, dass Citroen mit dem DS3 WRC den besten Job gemacht hat. "Es ist sehr positiv gelaufen", zieht Quesnel Fazit. "Es gab sechs Rallyes und fünfmal hat ein Citroen gewonnen. Das sind die Früchte für die harte Arbeit, von den ersten Zeichnungen bis heute. Loeb führt in der Fahrer- und Citroen in der Herstellerwertung. Man kann nicht mehr verlangen."

Loeb hat die Akropolis in den Jahren 2005 und 2008 gewonnen. 2009 schied er durch Unfall aus. Ogier wurde damals Zweiter.

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