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Ford-Pilot Mikko Hirvonen peilt beim WRC-Finale den Sieg an © Ford

Ford-Werkspilot Mikko Hirvonen reist mit Titelchancen zum WRC-Finale nach Wales und will seine Chance nutzen - Jewgeni Nowikow im dritten Werks-Fiesta

Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen wollen sich am kommenden Wochenende mit einem Sieg bei der Rallye Grosbritannien in Wales erstmals in ihrer Karriere zu Weltmeistern kuren. Die Werksfahrer von Ford liegen mit ihrem Fiesta RS WRC vor dem Saisonfinale auf dem zweiten Rang der Fahrerwertung, acht Punkte hinter ihren Kontrahenten Sebastien Loeb/Daniel Elena (Citroen).

Maximal 28 WM-Zahler werden beim Klassiker in den chronisch verregneten Wäldern noch vergeben. Hirvonen wäre seit 1981 der erste Fahrerweltmeister von Ford und wurde damit in die Fußstapfen seines Landsmanns Ari Vatanan treten. "Mein einziges Ziel kann nur lauten, die Rallye Großbritannien zu gewinnen", gibt der 31-jährige Finne als Losung vor. "Sollte Sebastien in Probleme geraten, wäre ein Sieg vielleicht nicht notwendig. Doch dies ist für uns natürlich keine Kalkulationsgrundlage."

"Wir wollen in Wales Erste werden und die WM für uns entscheiden", sprüht Hirvonen vor Tatendrang. "Dies ist das, wovon ich seit dem Beginn meiner Karriere als Rallye-Fahrer immer geträumt habe: der Beste zu sein und eines Tages den Titel zu erringen. Das wurde nicht nur Jarmo und mir viel bedeuten, sondern noch so vielen anderen Menschen an unserer Seite - bei Ford, im Team, meiner Familie und den vielen Leuten, die mich von Beginn an unterstützt haben."

Rückendeckung durch Latvala und Nowikow

Doch Hirvonen/Lehtinen kämpfen in den walisischen Wäldern nicht allein: Sie können sich wieder auf die Rückendeckung durch ihre Landsleute und Teamkollegen Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila verlassen. "Prinzipiell streite ich auch um den Sieg bei dieser Rallye, die ich so gut kenne wie keinen anderen WM-Lauf im Kalender", betont Latvala, der zum neunten Mal bei dieser Rallye an den Start geht und im Jahr 2008 als Zweiter ins Ziel kam.

"Als Team streben wir klar einen Doppelsieg an, also fahre ich so schnell es irgendwie geht und versuche, vor Loeb zu bleiben und ihm Punkte abspenstig zu machen", so der Plan des Finnen im zweiten Werks-Ford. "Dafür müssen wir vom ersten Kilometer an alles geben und unbedingt verhindern, dass Sebastien sich eine frühe Führung herausarbeiten kann. Ihn dann noch wieder einzuholen, wäre sehr schwierig."

Wahrend Khalid Al-Qassimi Verpflichtungen beim zeitgleich stattfinden Formel 1-Grand Prix in seinem Heimatland Abu Dhabi nachgehen muss, übernimmt der junge Russe Jewgeni Nowikow mit Beifahrer Denis Giraudet den dritten Ford Fiesta RS WRC des Werksteams. "Das ist eine tolle Chance für mich", betont der 21-Jährige. "Die Wertungsprüfungen in Wales können bei Regen und Nebel sehr schwierig sein", weiß der Russe, der daher auf gute Wetterbedingungen hofft. "Hoffentlich kann ich meine neuen Teamkollegen beim Kampf um den Fahrertitel für Mikko Hirvonen unterstützen", so Nowikow.

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