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Carlos Sainz bei der ersten Testfahrt mit dem VW Polo R WRC rund um Trier © Volkswagen

Carlos Sainz absolvierte in dieser Woche die ersten Testfahrten mit dem VW Polo R WRC und zeigt sich speziell vom 1,6-Liter-Turbo-Motor überrascht

Der zweifache Rallye-Weltmeister und Dakar-Sieger Carlos Sainz ging in dieser Woche erstmals mit dem neuen VW Polo R WRC auf Testfahrt. Rund um Trier gab der Spanier dem Fahrzeug, das noch nicht der endgültigen Spezifikation entspricht, mit der Volkswagen zur Saison 2013 in die Rallye-Weltmeisterschaft einsteigen wird, die Sporen.

Sainz, seines Zeichens Berater von Volkswagen im Hinblick auf den WRC-Einstieg der Wolfsburger, sieht den Schritt ausschließlich positiv und fühlt sich geehrt, der erste Fahrer sein zu dürfen, der den Polo ausprobieren durfte: "Ich bin sehr glücklich, den Polo als Erster zu fahren. Das ist eine große Ehre. Zudem freue ich mich für Volkswagen und den Rallye-Sport, dass nun endlich ein weiterer Hersteller hinzukommt."

Zuletzt saß Sainz im Jahr 2004 am Steuer eines reinrassigen WRC-Fahrzeugs. Damals ging der Spanier für Citroen in der Weltmeisterschaft an den Start. Der Test im Polo war für den zweimaligen Weltmeister somit der erste Auftritt mit einem der aktuellen 1,6-Liter-Turbo-Motoren, von dessen Leistungsvermögen sich Sainz positiv überrascht zeigt.

"Ich habe nicht erwartet, dass sich das Auto mit nur 1.6000 Kubikzentimetern so gut anfühlt. Natürlich willst du als Rallye-Fahrer immer etwas mehr Leistung und etwas weniger Gewicht, aber der erste Eindruck war wirklich gut. Man muss bedenken, dass wir erst am Beginn der Entwicklung des Polo stehen. Der Wagen, den ich gefahren habe, entspricht noch nicht zu 100 Prozent jenem, der letztlich auf die Strecke gehen wird", so Sainz gegenüber 'WRC.com'.

Im Hinblick auf die weitere Entwicklung des Fahrzeugs lässt der 49-Jährige durchblicken, dass es nicht sein letzter Auftritt hinter dem Steuer gewesen ist. "Derzeit sieht der Plan vor, dass ich rund um Trier einen weiteren Tag testen und dann auf den ersten richtigen WRC-Polo warten werde. Dieser wird dem endgültigen Einsatzfahrzeug sehr nahe kommen. Auch wenn ich nicht der offizielle Testfahrer bin, so werde ich dieses Fahrzeug sicherlich von Zeit zu Zeit bewegen, um dem Team zu helfen und Ideen beizusteuern."

Auf Vorhersagen bezüglich der Konkurrenzfähigkeit von Volkwagen im WRC-Feld will sich Sainz zum jetzigen Zeitpunkt naturgemäß noch nicht einlassen. "Wir werden im Jahr 2013 als Neueinsteiger hinzustoßen und dort auf einige große Teams treffen, die schon seit Jahren dabei sind. Unser Ziel muss es sein, bis dahin die bestmögliche Vorbereitung an den Tag zu legen. Was die weitere Zukunft betrifft, lautet die Zielsetzung natürlich zu gewinnen, aber das wird einige Zeit brauchen."

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