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Schlammige Straßen stellen die Fahrer in Wales vor große Herausforderungen © Ford

In den kommenden vier Tagen wird die Titelentscheidung 2011 in Wales fallen - Auf die Fahrer warten wechselhaftes Wetter und schwierige Straßen

Die Rallye Großbritannien zählt zu den großen Klassikern im WRC-Kalender. Das typisch britische Wetter stellt die Teilnehmer vor eine große Herausforderung und hat schon oft für spannende Rallyes gesorgt. Da auf der Insel traditionell meist gegen Saisonende gefahren wird, war Wales schon oft der Platz für dramatische Titelentscheidungen. Auch in diesem Jahr bahnt sich ein spannendes Finale an. Sebastien Loeb (Citroen) hat acht Punkte Vorsprung auf Mikko Hirvonen (Ford). Alles ist möglich. An vier langen Tagen wird die Entscheidung fallen.

Namen wie Clocaenog, Gartheiniog, Dyfi und Myherin erweisen sich zwar für alle Nicht-Waliser immer wieder als regelrechte Zungenbrecher. Dennoch sind diese Wertungsprüfungen untrennbar mit dem Rallyesport in Wales verbunden und überaus populär.

Einige dieser berühmten Teilstücke gehören auch in diesem Jahr wieder zum Programm, während gleichzeitig zahlreiche neue Wertungsprüfungen ihre Premiere feiern. Seit 2000 wird bei dieser Rallye ausschließlich in Wales gefahren. Zuvor führte die RAC Rallye durch England, Schottland und Wales. Was die Wetterbedingungen bei der Wales-Rallye im November angeht, gibt es nur eine Konstante: Sie sind unberechenbar.

Von warmen Herbsttagen bis zu Schnee und Eis ist bei dieser Veranstaltung alles möglich. Die Rallye führt die Fahrer quer durch Wales. Das Hauptquartier ist im Süden des Landes, in Cardiff, angesiedelt, während sich der permanente Servicepark im "Royal Welsh Showground" von Builth Wells im Zentrum befindet. Der Start sowie die erste Wertungsprüfung rund um den "Great Orme" werden in Llandudno im Norden ausgetragen.

Der "Ceremonial Start" in Llandudno ist für Donnerstag um 14:30 Uhr vorgesehen. Es folgen drei Prüfungen über 25,25 Kilometer, ehe die Autos ab 18:55 Uhr im Parc Feme erwartet werden. Bereits um 5:30 Uhr beginnt der Freitag für die Teilnehmer. Nach vier Teilstücken erreichen die Autos um 12:00 Uhr den Service in Builth Wells und absolvieren am Nachmittag vier weitere Wertungsprüfungen.

Danach folgen ein weiterer Service und die Rückkehr nach Cardiff. Wenn die Fahrzeuge dort ab 20:47 Uhr eintreffen, liegen 142,87 Wertungskilometer hinter ihnen. Tag drei beginnt um 6:00 Uhr in Cardiff, die Fahrer legen im Tagesverlauf sechs Prüfungen und weitere 128,06 Kilometer zurück.

Am Schlusstag verlassen die Autos das Hauptquartier in Cardiff bereits um 4:55 Uhr, absolvieren erneut sechs Prüfungen - darunter die 4,36 Kilometer lange Power Stage mit dem Namen "Monument" - und erreichen nach 84,04 Wertungskilometern das Ziel. Im Anschluss an den letzten Service in Builth Wells wird das erste Auto um 14:52 Uhr in Cardiff erwartet. Insgesamt bewältigen die Crews 354,97 Wertungskilometer und legen eine Gesamtdistanz von 1860,60 Kilometern zurück. Dann wird auch feststehen, ob sich Hirvonen zum ersten Mal zum Weltmeister gekrönt hat, oder Loeb seine Sammlung auf acht Titel ausweitet.

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