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Sebastien Loeb wirkt vor dem Wochenende in Wales sehr entspannt © Red Bull/GEPA

Neue Prüfungen und das Wetter machen Wales zur großen Unbekannten - Sebastien Loeb will sich im WM-Showdown nicht auf seinem Punktevorsprung ausruhen

Citroen-Pilot Sebastien Loeb steht kurz vor dem Gewinn des achten WM-Titels. Der Franzose kommt als Tabellenführer mit acht Zählern Vorsprung auf Mikko Hirvonen zum Saisonfinale nach Wales. "Ich fühle mich gut. Ich weiß, dass eine sehr wichtige Rallye an diesem Wochenende ansteht", berichtet Loeb, der zugibt, dass die Anspannung etwas größer ist als üblich: "Wir tragen hier die Meisterschaft aus und deshalb wird es ein wenig mehr Druck geben als sonst. Es wird einen Kampf geben und ich werde mein Bestes geben, um diese Meisterschaft zu gewinnen."

"Wir kämpfen hart und meine Motivation ist immer noch die gleiche. Es würde mir sehr viel bedeuten, weil ich der einzige im Motorsport wäre, der acht Titel gewonnen hat. Aber das ist nicht meine Hauptmotivation", stellt er klar. Viel wichtiger ist ihm die Freude an der Arbeit: "Klar kämpfe ich um den Titel, aber wichtiger ist es, dass ich Spaß habe bei dem, was ich mache."

"Solange ich fahre, werde ich versuchen, für das bestmögliche Resultat mein Bestes zu geben. Sicher würde es mir sehr viel bedeuten, wieder Meister zu werden. Aber im Moment liegen noch vier Tage vor uns und alles kann passieren", erläutert der Citroen-Pilot, der das Wochenende nicht allzu defensiv angehen möchte: "Meine Aufgabe ist es, nicht neun Punkte auf Mikko zu verlieren. Mein Ziel ist es, zu versuchen, so schnell wie er zu sein."

"Es wäre sogar besser, wenn ich schneller bin, da mir bewusst ist, dass er mit einem Sieg, in den Power Stages noch eine Chance hat, selbst wenn ich Zweiter werde. Ich weiß, dass ich Druck machen muss. Ich muss meinen Rhythmus finden, um zu sehen, ob ich mich sicher fühlen kann. Normalerweise habe ich ein gutes Gefühl hier und gute Ergebnisse", so Loeb.

Auf die Frage, ob sich der siebenmalige Weltmeister jemals nervös fühle, antwortet der ganz entspannt: "Nein." Ein letzter Test vor der Rallye sollte ihm die nötige Zuversicht geben. "Es war gut, hier kurz vor der Erkundung zu testen, um das Gefühl für den Untergrund wiederzuerlangen. Es war okay und kein Problem. Der Test war gut und die Erkundung ebenfalls. Wir sind vorbereitet und noch wichtiger: Es geht los."

Neue Prüfungen werden dem WM-Finale zusätzliche Würze verleihen. Darin sieht der Serienweltmeister der Rallye-WM aber kein Problem: "Mit Ausnahme der ersten, die auf Asphalt stattfindet und deshalb völlig anders ist, sehen die restlichen wie typische Wales-Etappen aus. Sie sind womöglich ein bisschen schneller als die meisten Etappen, die wir kennen. Aber sie sind gut. Es gibt kein Problem."

Ungewiss ist wie immer das Wetter. "Bei der Erkundung waren die Bedingungen recht gut. Ich weiß nicht, wie es bei Regen wird. Der Grip wird anders sein, als wir es gesehen haben. Es ist nicht einfach, bei der Erkundung festzustellen, wo der Grip mehr oder weniger vorhanden ist. Deshalb wird das in der Rallye sicher eine Überraschung", analysiert Loeb.

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