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Robert Kubica und Citroen gehen in eine gemeinsame Saison © Citroen

Robert Kubica wird zusammen mit Citroen Läufe im Rahmen der Rallye-Weltmeisterschaft bestreiten - Erster Einsatz bereits in drei Wochen auf den Kanaren

Was bereits lange als Gerücht herumirrte, ist nun Gewissheit: Robert Kubica wird zusammen mit Citroen das Abenteuer Rallye angehen. Zunächst beginnt der Arbeitseinsatz des Polen mit einem Citroen DS3 RRC bei der Rallye Islas Canarias - der dritten Runde der Rallye-Europameisterschaft. Doch das dient nur als Eingewöhnung bevor sich der 28-Jährige im Rahmen der Rallye-Weltmeisterschaft in der WRC2 versuchen wird.

Sieben Läufe sind in der WRC2 für den Polen geplant, weitere Einsätze in der Europameisterschaft nicht ausgeschlossen. "Ich habe verschiedene Optionen abgewogen bevor ich mich für das Programm entschieden habe", sagt Kubica, der auch ein Engagement in der DTM in Erwägung gezogen hatte und bereits einen Test für Mercedes fuhr. Doch nun soll es eine vollständige Rallye-Saison werden. "Ich bin mit Citroen in Kontakt geblieben und beide Seiten waren daran interessiert, weiter zusammenzuarbeiten", so der Pole. "Ich bin richtig glücklich nun in der Lage zu sein, Motorsport wieder auf Topniveau zu bestreiten."

Vom 21. bis 23. März steht Kubicas erster Einsatz auf den Kanaren im Programm, den er kaum erwarten kann: "Das wird eine interessante Herausforderung für mich sein. Ich kann nicht abwarten, wieder mit dem Rennfahren zu beginnen, aber ein besonderes Ziel habe ich mir nicht gesteckt. Ich habe noch viel zu lernen im Rallyesport und damit ich mich verbessern kann, muss ich viele Kilometer bei den Etappen schaffen."

Trotz seines schweren Rallye-Unfalls vor der Saison 2011 möchte der Pole auch weiterhin über Schotterpisten und Asphalt rasen. Um den schweren Verletzungen, die der ehemalige Formel-1-Pilot damals erlitten hatte, entgegenzuwirken, wurde der Citroen DS3 RRC speziell auf die Bedürfnisse von Kubica umgebaut. Er besitzt eine spezielle Schaltung mit Wippen an der linken Seite vom Lenkrad. Die FIA hat dem Umbau bereits zugestimmt.

"Ich bin sehr erfreut, Robert Kubica als einen unserer Fahrer 2013 begrüßen zu dürfen", sagt Citroen-Rennchef Yves Matton. "Dank der Unterstützung seiner Partner sind wir auf dem Weg, ein Rallye-Programm zusammenzustellen, dass es ihm ermöglicht, sich in einem Auto zu verbessern, das ein ähnliches Handling wie ein WRC-Wagen aufweist. An Roberts Entschlossenheit können wir uns alle ein Beispiel nehmen und wir sind stolz, Citroens Image mit so einem resolut positiven Individuum zu verbinden."

Zudem möchte sich Matton bei der FIA für ihre Unterstützung im Fall Kubica bedanken. Dem Polen lag neben Citroen, mit denen er bereits an einigen Rallyes teilgenommen hat, auch ein Angebot von M-Sport vor. Doch das schlug der Krakauer genauso aus, wie die Offerte von Mercedes in der DTM. Allerdings kann sich der 28-Jährige vorstellen, eines Tages in der Tourenwagenserie zu fahren. Eine Rückkehr in die Formel 1 wird indes immer unwahrscheinlicher.

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