vergrößernverkleinern
Sebastien Ogier sieht Mads Östberg am Horizont als gefährlichsten Gegner © xpbimages.com

WRC-Tabellenführer Sebastien Ogier (Volkswagen) rechnet im weiteren Saisonverlauf mit starker Gegenwehr durch Mads Östberg (M-Sport-Ford)

WRC-Dauerchampion Sebastien Loeb fährt in dieser Saison bekanntlich nur ein Teilzeitprogramm von vier Rallyes, wovon zwei (Monte Carlo und Schweden) bereits absolviert sind. Mit lediglich zwei weiteren Einsätzen (Argentinien und Frankreich) kommt "Super Seb" für den Gewinn des Fahrertitels 2013 nicht in Frage.

Nach drei von 13 Saisonläufen liegt Loebs Namensvetter Sebastien Oger an der Spitze der Gesamtwertung. Nach Platz zwei beim Debüt des Polo R WRC gewann der Volkswagen-Pilot sowohl in Schweden als auch in Mexiko und geht mit einem Vorsprung von 31 Punkten auf den wie schon in Mexiko pausierenden Loeb in die Rallye Portugal (11. bis 14. April).

Doch auch ohne die dauerhafte Konkurrenz durch Loeb erwartet Ogier in diesem Jahr alles andere als einen Spaziergang. Der Franzose hat vor allem einen Fahrer auf der Rechnung: Ford-Pilot Mads Östberg. Der Norweger in Diensten des M-Sport-Teams kommt als Fünfter der Punktewertung nach Portugal, machte dem Volkswagen-Fahrer aber sowohl in Schweden als auch in Mexiko das Leben schwer und genießt großen Respekt von Ogier.

Östberg der gefährlichere Gegner als Hirvonen und Sordo?

"Er war in Schweden sehr stark unterwegs. Auch in Mexiko machte er bis zu seinem Problem mächtig Druck", rekapituliert Ogier gegenüber 'Crash.net' die jüngsten Auftritte von Östberg. In Mexiko wurde der 25-jährige Norweger zunächst von einer defekten Kupplung und anschließend von einer defekten Lichtmaschine gebremst. So hält Ogier in Bezug auf den Kampf um den WRC-Titel 2013 fest: "Sebastien wäre natürlich mit im Rennen, doch er fährt in diesem Jahr nur vier Rallyes und hat zwei davon schon hinter sich. Ich sehe Mads in einer sehr starken Position."

Im Kampf um die Herstellerwertung erwartet der Volkswagen-Pilot sogar noch stärkere Gegenwehr - in diesem Fall aus dem Lager seines ehemaligen Arbeitgebers, für den inzwischen neben Teilzeitstarter Loeb der Finne Mikko Hirvonen und der Spanier Dani Sordo an den Start gehen. "Citroen ist mit Sicherheit unser größter Gegner, denn sie haben mit Mikko und Dani zwei sehr konstante Fahrer", stellt Ogier in Bezug auf die auf den Plätzen drei und vier der Gesamtwertung liegenden Piloten heraus.

(Noch) keine Rede vom Titel

Hinsichtlich der Fahrerwertung erwähnt der Volkswagen-Pilot die Namen der beiden Citroen-Asse nicht. So oder so komme es in der ersten unter Werkseinsatz laufenden Volkswagen-Saison laut Ogier vor allem darauf an, nicht zu schnell zu viel zu wollen. "Wir müssen uns immer wieder vor Augen führen, dass die Saison lang ist und wir gerade einmal drei Rallyes gefahren haben. Es ist noch ein weiter Weg, aber die Podestpätze und Siege haben unser Leben mit Sicherheit ein bisschen einfacher gemacht."

Entgegen der ursprünglichen Planung sitzt Ogier erst in der kommenden Woche bei der Recce für die Rallye Portugal wieder im Polo R WRC. Seine für Samstag vorgesehene Teilnahme am "Fafe Rally Sprint" musste der Franzose kurzfristig absagen.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel