vergrößernverkleinern
Die WRC-Version des John Cooper Works hat ab sofort acht PS mehr unter der Haube © xpbimages.com

Dank eines von Prodrive durchgeführten Upgrades hat der Mini John Cooper Works WRC von Motorsport Italia ab der Rallye Portugal ein paar PS mehr

Die laufende Saison der Rallye-Weltmeisterschaft markiert die dritte, in der Mini sowohl mit einem reinrassigen WRC-, als auch mit einem S2000-Auto vertreten ist. Nachdem die Konzernmutter BMW in das Rallye-Projekt inzwischen nicht mehr direkt involviert ist, bereitet die britische Firma Prodrive die Mini-Fahrzeuge nun in Eigenregie vor.

Unter WRC-Regularien setzt Motorsport Italia mit dem Polen Michal Kosciuszko einen von Prodrive vorbereiteten John Cooper Works WRC ein. Zudem setzt das Ascania-Team aus der Ukraine beginnend mit der Rallye Portugal (11. bis 14. April) einen unter WRC2-Regularien aufgebauten John Cooper Works S2000 ein.

Dass die Entwicklung bei Mini auch ohne den Status eines Werksteams vorangeht, beweist Prodrive. Die britische Firma hat dem Triebwerk im Zuge eines Upgrades mehr PS verliehen. So werden aus der WRC-Version des John Cooper Works ab sofort acht, aus der S2000-Version fünf PS mehr herausgekitzelt.

Mehr Spitzenleistung und mehr Drehmoment

"Wir haben uns die Freiheiten der aktuellen Homologation zu Nutze gemacht und eine signifikante Verbesserung erzielt", berichtet Prodrive-Chefingenieur Jason Hill. "Spitzenleistung und Drehmoment sprechen für sich. Zudem verläuft die Leistungskurve nun so, dass der Motor besser anspricht. Das ist etwas, was die Fahrer sofort bemerken werden."

Auch Prodrive-Geschäftsführer Richard Taylor betont, dass man mit den auf dem Prüfstand gewonnenen Erkenntnissen "sehr zufrieden" ist. Bei der anstehenden Rallye Portugal kommt Kosciuszko am Steuer des John Cooper Works WRC erstmals in den Genuss des neuen Triebwerks. Auch für alle weiteren der laut Taylor "insgesamt mehr als 20" Mini-Fahrzeuge, die allesamt von Kundenteams eingesetzt werden, steht das Upgrade zur Verfügung.

Am Ziel sieht Taylor das Mini-Projekt in der WRC-Szene noch lange nicht. Zwar fuhr Dani Sordo mit dem John Cooper Works WRC in der zweiten Saisonhälfte 2011 und zu Beginn der Saison 2012 insgesamt dreimal auf das Podium, doch der ganz große Erfolg blieb aus.

"Der aus unserer Sicht ärgerlichste Umstand ist, dass wir die erwiesenermaßen gute Performance des Mini in der Weltmeisterschaft noch nicht richtig demonstrieren konnten. Wettbewerbsbezogen hätten wir mit einem kompletten WRC-Team weitermachen können, doch leider waren wir geschäftlich nicht in der Lage dazu", bedauert der Prodrive-Geschäftsführer gegenüber 'Motorsport Monday' die Umwälzungen in der ersten Saisonhälfte 2012, im Zuge der Motorsport Italia als offizielles Einsatzteam auf den Plan gerufen wurde.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel