vergrößernverkleinern
Sven Smeets koordiniert als Teammanager die WRC-Einsätze von Volkswagen © Volkswagen

Volkswagen-Teammanager Sven Smeets spricht im Interview über die Herausforderung des Einsatzes eines dritten Polo R WRC

Aus zwei mach drei: Ab der Rallye Portugal (11. bis 14. April) setzte Volkswagen einen dritten Polo R WRC für den Norweger Andreas Mikkelsen ein. Das bedeutet für das Team zunächst einmal mehr Aufwand und Arbeit, wie Teammanager Sven Smeets im Interview erklärt. Außerdem blickt der Belgier, der früher als Beifahrer in der Rallye Weltmeisterschaft aktiv war, auf die Herausforderungen bei der Rallye Portugal und erklärt, warum Volkswagen nicht mit drei Autos in die Saison gestartet ist.

Frage: "Herr Smeets, was bedeutet es für das Team, ab der Rallye Portugal einen dritten Polo R WRC an den Start zu bringen - in sportlicher und logistischer Hinsicht?"

"Für das Team bedeutet ein drittes Auto schlichtweg: mehr Material und mehr Arbeit. Wir müssen mehr Ersatzteile mitbringen, darunter einen zusätzlichen Ersatzmotor und ein weiteres Getriebe. Dazu kommt die Ausrüstung für einen weiteren Serviceplatz sowie zusätzliches Personal: ein Fahrzeugingenieur und drei Mechaniker. Im Vergleich zu den ersten beiden Rallyes in Europa reisen wir letztlich mit einem weiteren Lkw an, der größtenteils mit Material für Andreas' und Mikkos Polo R WRC beladen wird."

Frage: "Warum hat Volkswagen die Rallye-Saison nicht gleich mit drei Polo R WRC begonnen, sondern die ersten drei WM-Läufe mit zwei Fahrzeugen bestritten?"

"Zudem wollten wir sehen, wie sich der Polo R WRC im Wettkampf behauptet. Wäre bei einer der ersten drei Rallyes ein großes Problem am Auto aufgetaucht, hätten wir dieses auch gleich bei drei Fahrzeugen beheben müssen. So etwas wäre natürlich auch mit zusätzlichen Kosten verbunden gewesen. Letztendlich wollten wir uns in den ersten drei Monaten der Saison etwas Eingewöhnungszeit geben."

Frage: "Worin besteht für das Team die größte Herausforderung bei der Rallye Portugal?"

"Aber wenn es trocken ist und die Straßen in einem guten Zustand sind, werden wir in Portugal eine richtig gute Schotter-Rallye erleben, bei der der Fahrer den Unterschied ausmacht. Es ist eine richtige Fahrer-Rallye. Die abschließende Power Stage ist zudem über 52 Kilometer lang. Das ist schon außergewöhnlich und bedeutet, dass sich die Fahrer die zusätzlichen WM-Punkte schwer verdienen müssen."

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel