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Ilka Minor nahm mit Jewgeni Nowikow am Fafe-Sprint in Portugal teil © Ilka Minor

Jewgeni Nowikow und seine österreichische Beifahrerin Ilka Minor bereiteten sich beim erstklassig besetzten Fafe-Rallye-Sprint auf die Rallye Portugal vor

Ilka Minor und ihr "Chef" Jewgeni Nowikow bereiteten sich beim Fafe-Rallye-Sprint in Portugal auf die WM-Rallye in Portugal vor. Zwar hatte das Ford-Duo keine Chance auf den Gesamtsieg, den sich Citroen-Fahrer Dani Sordo vor Mads Östberg sicherte, doch die beiden konnten wertvolle Erfahrungen sammeln.

Der Sprint wird traditionell als Warmup für die Portugal-Rallye abgehalten - mehr als 100.000 Fans säumten am Samstag die 6,34 Kilometer lange Schotterprüfung. Das war auch für Minor ein beeindruckendes Szenario: "Die portugiesischen Rallyefans sind bekannt dafür, dass sie besonders begeisterungsfähig sind. Die Stimmung draußen auf der Prüfung war sehr gut, was wir so mitbekommen haben."

Nowikow/Minor konnten die Strecke allerdings nur ein einziges Mal absolvieren, denn das M-Sport-Team trat in der Gruppe C an, in der sich zwei Fahrer/Beifahrer-Duos ein Auto teilen. Nowikow/Minor mussten den ersten Lauf bestreiten, Teamkollege Östberg und dessen Co-Pilot Jonas Andersson wurden für den zweiten Lauf zugeteilt. Das schnellere Duo durfte dann das Finale bestreiten.

Weil die Schotterprüfung mit jedem Auto besser und schneller wurde, war für Nowikow/Minor im Grunde schon vor ihrem Start klar, dass Östberg ins Finale kommen würde. "Der Fafe-Rallye-Sprint ist eine echte Kult-Veranstaltung", sagt Minor. "So war es schon ein bisschen schade, dass wir nur einmal fahren konnten. Ich denke, dass es für die Zukunft durchaus Möglichkeiten geben würde, mehr Chancengleichheit herzustellen."

Zumindest konnte das österreichisch-russische Duo schon vor dem Sprint auf einer Schotterstrecke einen erfolgreichen Test absolvieren. Dieser wurde in der Nähe des Rallye-Hauptquartiers in Faro abgehalten. "Es ist auch hier verhältnismäßig kalt. Am Morgen hat es maximal zwei Grad, tagsüber kommen wir höchstens auf zehn Grad", so Minor. "Beim Test war es recht matschig. Wir rechnen auch für die Rallye mit solchen Bedingungen und haben auch ein entsprechendes Setup erarbeitet. Sollte es wider Erwarten trockene Verhältnisse geben, können wir das Setup recht schnell im Rahmen des Service adaptieren."

Nowikow kommt mit guten Erinnerungen nach Portugal: Der Russe konnte 2012 den guten zweiten Platz belegen. "Unser Ziel bleibt ohnehin immer das Gleiche: Wir wollen wieder auf das Podium", kündigt Minor an. Als "Punkte-Eichhörnchen" wollen die beiden nämlich nicht fungieren, daher wird wieder volle Attacke gefahren: "Wir wollen gute Zeiten fahren, wollen ganz vorne mitmischen."

"Das heißt: Wir fahren vom ersten Meter an voll auf Angriff, wir geben immer hundert Prozent. Natürlich können dabei auch Fehler passieren, und wir haben dieses Jahr bereits gesehen: Selbst kleine Fehler, denn mehr waren es nicht, können dich zurückwerfen. Aber was bringt uns ein fünfter oder ein achter Platz? Wir wollen zeigen, dass wir an der Spitze fahren können."

Am Sonntag spulten Nowikow und Minor in ihrem Leihauto erneut die rund 600 Kilometer nach Faro ab. Schon ab Dienstag werden die Sonderprüfungen besichtigt, am Donnerstagvormittag steht das Qualifying auf dem Programm - dieses kann bereits eine Vorentscheidung bringen, da die Startreihenfolge für die erste Etappe ermittelt wird. Und diese ist auf Schotter ganz besonders wichtig.

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