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Mads Östberg wählte im Qualifying die harten Schotter-Reifen von Michelin © M-Sport

Mads Östberg ist in Portugal zurück an der Stätte seines einzigen Sieges - Mit seiner bisherigen Leistung ist der Norweger zufrieden, aber nicht mit den Ergebnissen

Die bisherigen drei Saisonläufe sind für Mads Östberg nicht nach Plan gelaufen: Platz sechs in Monte Carlo, Platz drei in Schweden und nach technischen Problemen wurde es Endrang elf in Mexiko. Östberg hat seinen Speed untermauert und er zählte bei allen drei Rallyes zu den Podestkandidaten, doch sein Ford Fiesta RS WRC hatte immer wieder kleinere technische Probleme. Deshalb ist in der WM sein Rückstand auf Volkswagen-Ass Sebastien Ogier bereits auf 48 Punkte angewachsen.

"Es gab gute und schlechte Dinge", fasst Östberg die bisherige Performance zusammen. "Wir hatten mit dem Auto mehrere Probleme. Das ist schwierig für uns, aber wir haben den Speed gesehen. Wir können das Auto auf einem hohen Level pushen. Mit dem Speed bin ich zufrieden, aber nicht mit den Ergebnissen. Es waren aber erst drei Rallyes und hoffentlich kommen die Resultate bald." Vor einem Jahr wurde Östberg in Portugal der Sieg nach der Disqualifikation von Mikko Hirvonen (Citroen) zugesprochen.

Kann der Norweger diesmal seinen ersten "echten" Sieg herausfahren? "Ich werde es an diesem Wochenende versuchen", sagt er hoffnungsvoll. Das Wetter kann an der Algarve wieder eine Rolle spielen. Am Mittwoch hatte es geregnet, während am Donnerstag die Sonne vom Himmel schien. Im Vorjahr war es speziell zu Beginn eine Regen- und Schlammschlacht. Die Spuren davon sind noch zu sehen. "Durch das Wetter haben wir einige Straßen beschädigt. Es sieht auch nicht danach aus, dass sie die Straßen zu 100 Prozent repariert haben", ist Östberg während der Recce aufgefallen.

"Es wird auch in diesem Jahr eine harte Veranstaltung. Wir müssen vorsichtig sein, aber wir wollen von Beginn an voll angreifen." Im Qualifying war Östberg nicht ganz vorne zu finden und landete auf Platz vier. Somit wird er am Freitag als Zehnter auf die Strecken gehen. Im Gegensatz zur Konkurrenz wählte der Norweger eine andere Taktik. "Wir sind mit den harten Reifen gefahren. Wir haben nicht so viele Reifen für diese Rallye und wir benötigen die Reifen der Qualifikation als Ersatzreifen", lautet seine Begründung.

"Deshalb sind wir mit den harten Reifen gefahren. Uns war klar, dass wir dadurch etwas langsamer sein würden, aber ich bin recht zufrieden. Da sich die anderen Fahrer für die weichen Reifen entschieden haben, ist noch besser für uns." In der Pause seit Mexiko hat Östberg in Norwegen einen Rekordversuch unternommen. Er sprang mit seinem Ford über eine Schneerampe, doch ganz zufrieden war er mit dem Ergebnis nicht.

"Es war eine Show in Norwegen, in einem großen Skigebiet. Wir sind knapp über 60 Meter gesprungen. Es lief aber nicht ganz nach Plan, denn wir hätten mehr Meter erwartet. Auf Schnee ist es schwierig, denn man braucht perfekte Verhältnisse. Das war nicht der Fall, weshalb wir etwas kurz sprangen."

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