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Schon in der dritten Prüfung schied Mads Östberg in Führung liegend aus © xpbimages.com

Mads Östberg ist auch in Portugal geknickt: Schon in der dritten Prüfung legte der Norweger seinen Ford auf das Dach und er schied in Führung liegend aus

Mads Östberg startete explosiv in die Rallye Portugal, doch in der dritten Wertungsprüfung war alles schon vorbei. Der M-Sport-Pilot krallte sich mit der Bestzeit in WP2 die Gesamtführung von Sebastien Ogier (Volkswagen). Mit einem Vorsprung von 3,9 Sekunden startete Östberg WP3, doch nach rund 13 Kilometern meldete das GPS-Signal Stillstand. Der Ford Fiesta RS WRC hatte sich überschlagen und stand zerbeult auf einem Nebenweg. "Ich glaube, dass ich eine Ansage von Jonas (Andersson; Anm. d. Red.) überhört habe, oder er hat einen Fehler gemacht."

"Ich glaube aber, dass es an mir lag", sagt Östberg geknickt in das Mikrophon von 'World Rally Radio'. "Ich dachte, dass es eine fünf-links minus ist, aber das war sie definitiv nicht. Ich bin zu schnell in die Kurve gefahren, habe auf der Außenseite den Graben getroffen und habe mich überschlagen. Ich landete auf der Nebenstraße auf dem Dach. Es war gut, dass wir dort liegengeblieben sind, denn einen halben Meter weiter hätten wir uns weiter den Abhang hinunter überschlagen."

Östberg und Andersson entstiegen dem Wrack unverletzt. Der Überrollkäfig soll ersten Informationen zufolge auch nicht beschädigt sein, obwohl das Auto vorne links stark eingedrückt ist. Wenn die M-Sport-Mechaniker den Schaden beheben können, dann will Östberg am Samstag unter "Rallye2-Regel" wieder in den Wettbewerb eingreifen. Nach der Enttäuschung in Mexiko war es ein weiterer Rückschlag für seine WM-Ambitionen.

Östberg hat auch in Portugal seinen Speed untermauert, doch am Ende steht er mit leeren Händen da. Auch Ogier erkannte das Tempo des Ford an: "Er war sehr schnell. In einigen Abschnitten konnte ich ihm nicht folgen", meinte der Franzose nach WP3. Östberg selbst findet aber nicht, dass er zu hart attackiert hat. "Ich habe in WP2 hart gepusht, aber dann entschied ich mich in der nächsten Prüfung dazu, etwas Tempo herauszunehmen, damit ich durchkomme."

"Wir wussten, dass wir einen Vorteil hatten und versuchten ihn zu kontrollieren. Es war ein Kommunikationsproblem. Wir waren nicht am Limit." Östberg konnte Ogier herausfordern, doch am Ende der ersten Etappe lag der Volkswagen-Werksfahrer in Führung, während Östberg einen kaputten Fiesta in den Service-Park brachte. "Er ist natürlich nicht unschlagbar. Das wissen wir alle", meint der Norweger über den zweifachen Saisonsieger.

"Wir hatten das Tempo, es ist aber ein frustrierender Saisonstart. Wir hatten technische Probleme. Jetzt war das Auto perfekt, aber ich habe Mist gebaut. Der Plan ist, dass ich morgen wieder starte. Aufgrund der Startposition wird es nicht einfach, aber wenn das Auto in Ordnung ist, dann will ich angreifen und Selbstvertrauen für Argentinien gewinnen."

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